ÖAAB Frauen: „Wir arbeiten 365 Tage im Jahr gegen Gewalt – nicht nur 16 Tage!“

Wien (OTS) – Mit Blick auf die bevorstehenden „16 Tage gegen Gewalt
an Frauen“
unterstreichen die Bundesvorsitzende der ARGE Frauen im ÖAAB,
Abg.z.NR Romana Deckenbacher, und ÖAAB Wien Frauenvorsitzende BezR.
Mag. Alexandra Lugert, dass der Einsatz gegen Gewalt das ganze Jahr
über Priorität haben muss: „Die 16 Tage sind ein wichtiger Anlass, um
Bewusstsein zu schaffen. Aber unser Einsatz endet nicht am 10.
Dezember. Wir arbeiten 365 Tage im Jahr daran, Frauen und Mädchen –
aber auch Männer und Burschen – zu schützen, Gewalt zu verhindern und
Betroffene zu unterstützen.“

„Schweigen heißt wegsehen – und das schützt Täterinnen und Täter.
Reden heißt hinsehen – und das schützt die Betroffenen. Gewalt darf
niemals als Privatsache abgetan werden. Polizei, Justiz und
Gesellschaft müssen gemeinsam hinschauen, helfen und handeln – jeden
Tag im Jahr“, so Mag. Alexandra Lugert.

In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung zahlreiche
Maßnahmen umgesetzt, um Betroffene zu stärken und Täter konsequent zu
verfolgen. Dazu zählen der Ausbau von Gewaltschutzzentren und
Frauenhäusern, die Einführung von 24/7-Hotlines und
niedrigschwelligen Beratungsangeboten, verstärkte Prävention an
Schulen, mehr Mittel für Opferschutzeinrichtungen, das Hass-im-Netz-
Paket, Informationskampagnen gegen K.O.-Tropfen sowie die
Strafbarkeit sogenannter „Dick-Pics“.

„Gewalt hat viele Gesichter – körperlich, psychisch, digital oder
ökonomisch. Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben
Gewalt. Umso wichtiger ist es, das Thema offen anzusprechen und Hilfe
sichtbar zu machen“, so Deckenbacher weiter.

„Aufklärung und Enttabuisierung sind entscheidend, damit Hilfe
auch ankommt. Wer Gewalt erlebt, soll sich melden – sofort und ohne
Angst. Gewalt ist nicht unvermeidbar. Gewalt ist veränderbar – wenn
wir jeden Tag daran arbeiten. 365 Tage im Jahr“, ist Lugert
überzeugt.

Die Vertreterinnen der ÖAAB Frauen abschließend: „Gewalt darf
keinen Platz haben – weder in unseren Familien noch am Arbeitsplatz
oder in unserer Gesellschaft. Unser Engagement gilt nicht nur 16
Tage, sondern 365 Tage im Jahr.“