„Vorwärts zurück“ – „WeltWeit“-Reportage fragt: „Liegt unsere Zukunft in der Vergangenheit?“

Wien (OTS) – Historisch gesehen ist es nichts Ungewöhnliches: Auf
politisch
liberale Phasen folgt oft eine konservative Reaktion. Der sogenannte
Backlash drückt – in Zeiten der Veränderung – den Wunsch der Menschen
nach Sicherheit, Stabilität und Orientierung an traditionellen Werten
aus. Doch diese Rückwärtsgewandtheit ist auch gefährlich, denn oft
werden mit ihr autoritäre und demokratiegefährdende Tendenzen
verstärkt, wie sich derzeit in den USA zeigt. Donald Trump hat der
Backlash-Bewegung ein Gesicht gegeben und seine Politik der
Feindbilder wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die
gesellschaftliche Spaltung, die sich auch in anderen Ländern der Welt
immer öfter zeigt, wie die „WeltWeit“-Reporter:innen in der aktuellen
Ausgabe „Vorwärts zurück. Liegt unsere Zukunft in der Vergangenheit?“
– zu sehen am Freitag, dem 21. November 2025, um 21.20 Uhr in ORF 2
und auf ORF ON – aus den USA, der Slowakei und Polen berichten:

Idaho ist einer der konservativsten Bundesstaaten der USA.
Barbara Wolschek trifft den jungen republikanischen Abgeordneten
Jaron Crane. Er hat ein Gesetz initiiert, das Bibliotheken verbietet,
Minderjährigen Bücher mit „schädlichem Inhalt“ zu überlassen. Inhalte
wie im Kinderbuch „Itty-Bitty Kitty-Corn“, in dem eine Katze ein
Einhorn sein will. „Das wird als transsexuell eingestuft“, erzählt
Rebecca Crosswhite im Interview. Die Buchhändlerin macht sich große
Sorgen über die Entwicklung im Land, denn Gesetze wie dieses greifen
tief in das Leben der Menschen ein.

Pressefreiheit ist einer der wichtigsten Indikatoren für
Demokratie. In der Slowakei geraten seit der Rückkehr von
Premierminister Robert Fico unabhängige Medien immer stärker unter
Druck: politische Einflussnahme, Desinformationskampagnen, Drohungen
gegen Journalistinnen und Journalisten. Paul Pant erfährt an der
Universität in Bratislava, dass immer weniger junge Leute sich für
ein Journalismus-Studium entscheiden. Der renommierte Investigativ-
Journalist Lukáš Diko spricht im Interview über seinen Kampf gegen
Fake News und Korruption. Sein Engagement steht exemplarisch für eine
ganze Reihe von Journalistinnen und Journalisten, die sich gegen eine
antidemokratische Entwicklung in ihren Ländern wehren.

Unter dem Hashtag „Szon Patrol“ – auf Deutsch: „Schlampen-
Kontrolle“ – sorgt in Polen ein Trend für Aufsehen: Junge Burschen
filmen heimlich Mädchen, die in ihren Augen „zu freizügig“ gekleidet
sind, und stellen die Videos online. Lena Hager trifft in Warschau
die 19-jährige Sam Kieszkowska, die als Content Creatorin selbst auch
Hass und Sexismus in den sozialen Netzwerken erlebt. Sie warnt davor,
„Szon Patrol“ als schlechten Scherz abzutun. Jugendlichen fehle es an
positiven Vorbildern, erklären Mateusz Kowalski und Robert Konecki
das Phänomen. Die beiden wollen mit ihrem Podcast gegen ein toxisches
Männerbild kämpfen.