Paul Krisai leitet ORF-Osteuropabüro in Budapest

Wien (OTS) – Nach Durchführung entsprechender Ausschreibungsverfahren
betraut ORF-
Generaldirektor Roland Weißmann den ehemaligen ORF-Moskau-Büroleiter
und Auslandsjournalisten Paul Krisai mit 1. Dezember 2025 mit der
Leitung des ORF-Büros in Budapest. Krisai folgt Ernst Gelegs, der im
Jahr 2000 das Büro Budapest aufbaute und sich heuer in die Pension
verabschiedet. Vom nunmehrigen ORF-Osteuropabüro Budapest aus werden
u. a. die Länder Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen und Rumänien
betreut.

ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: „Ich freue mich, mit Paul Krisai
einen unserer Top-Auslandsjournalisten und -Kommentatoren mit der
Leitung des ORF-Büros in Budapest betrauen zu können. In Zeiten der
multiplen Krisen und Bedrohungen ist es für die ORF-Berichterstattung
wesentlich, auch den Blick auf den Osten der Europäischen Union zu
richten. Besonders in Moskau hat Paul Krisai in einer äußerst
herausfordernden Zeit unser Publikum trotz Repression stets umfassend
informiert. Bei Ernst Gelegs bedanke ich mich für sein
jahrzehntelanges Engagement für den ORF und sein Publikum. Ernst
Gelegs war und bleibt einer der beliebtesten ORF-Korrespondenten und
hat uns mit enormer Professionalität unsere Nachbarn im Osten
erklärt. Ich gratuliere Paul Krisai zur neuen Funktion und wünsche
Ernst Gelegs alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt.“

Chefredakteurin Gabriele Waldner-Pammesberger: „Der Abschied von
Ernst Gelegs aus Budapest bedeutet auch das Ende einer
journalistischen Ära, schließlich hat er dort unglaubliche 25 Jahre
hindurch die ORF-Berichterstattung geprägt. Mit der Bestellung seines
Nachfolgers Paul Krisai vollziehen wir nun nicht nur einen
Generationenwechsel, sondern starten auch mit der schrittweisen
Neuaufstellung der ORF-Büros in Ost- und Südosteuropa. Damit wollen
wir der Bedeutung und Dynamik der Region künftig noch besser gerecht
werden.“

Paul Krisai: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe im ORF-Büro
Budapest. Der Osten Europas ist heute relevanter denn je, dort
entscheidet sich in vieler Hinsicht die Zukunft unseres gesamten
Kontinents: Die Bedrohung durch Russland ist in den an die Ukraine
grenzenden Staaten Osteuropas beinahe omnipräsent, auch wenn in
einigen dieser Länder Regierungen im Amt sind, die mit dem Kreml
durchaus sympathisieren. Darüber zu berichten, wie die Menschen von
der Ostsee über die Karpaten bis zum Schwarzen Meer leben, wie sie
politisch ticken und was sie im Alltag bewegt, das sehe ich als meine
journalistische Mission.“

Ernst Gelegs: „26 Jahre als Auslandskorrespondent im Dienst des ORF-
Publikums zu stehen, war ein großes Privileg, das ich sehr gerne
erfüllt habe. Die zweieinhalb Jahrzehnte als Osteuropakorrespondent
mit Sitz in Budapest sind wie im Flug vergangenen, weil ich nicht nur
aus Ungarn, sondern auch aus sieben weiteren ost- und
südosteuropäischen Ländern stets über spannende politische und
wirtschaftliche Entwicklungen berichten durfte. Nach fast 44
Dienstjahren im ORF verabschiede ich mich in die Pension. Ich danke
dem ORF für die Möglichkeit, dass ich meinen Berufstraum
verwirklichen konnte. Ganz besonders danke ich dem Publikum für die
jahrzehntelange Treue. Meinem Nachfolger, Paul Krisai, wünsche ich
alles Gute und viel Erfolg, Osteuropa ist bei ihm in guten Händen.“

Biografie Paul Krisai

Paul Krisai, geboren 1994 in Mödling, studierte Journalismus an der
Fachhochschule Joanneum in Graz. Seine Faszination für Osteuropa
begann schon während der Studienzeit: Auf ein Auslandssemester 2016
in Sankt Petersburg folgte ein Praktikum beim kremlkritischen,
inzwischen in Russland verbotenen Sender „Telekanal Doschd“ in
Moskau. Seine Laufbahn im ORF begann Krisai mit einem Praktikum bei
der „Zeit im Bild“. Anschließend war er im Auslandsressort der
Radioinformation tätig. 2019 wurde er Korrespondent im ORF-Büro
Moskau, dessen Leitung er zwei Jahre später übernahm. Für die
Berichterstattung über den russischen Überfall auf die Ukraine wurden
Krisai und sein Team 2022 mit dem Robert-Hochner-Sonderpreis
ausgezeichnet. Eine Jury des Branchenblatts „Österreichs
Journalist:in“ wählte ihn im selben Jahr zum „Journalisten des
Jahres“. 2023 kehrte Krisai in den Multimedialen Newsroom des ORF
nach Wien zurück, von wo aus er regelmäßig für die TV- und
Radioberichterstattung durch Osteuropa reiste, etwa in die Ukraine,
nach Rumänien, Moldau und Polen.