IV: Es ist Zeit das Mercosur-Abkommen umzusetzen

Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) macht neuerlich auf
die Bedeutung
des Mercosur-Abkommens aufmerksam. Diesmal in Form einer
Demonstration von Vogelmaskottchen vor dem Bundeskanzleramt. Dabei
trifft der südamerikanische Ara auf den österreichischen Adler.
Begleitet von ihren tierischen Freunden, weisen sie gemeinsam und auf
humorvolle Art auf die Vorteile des geplanten Freihandelsabkommens
mit den Mercosur-Staaten – Brasilien, Argentinien, Paraguay und
Uruguay – hin. „Das Abkommen mit Lateinamerika ist ein wichtiger
Impuls für die österreichische Industrie und Wirtschaft insgesamt. In
Zeiten von Inflation und Stagnation müssen wir alle Chancen
ergreifen, die am Tisch liegen – daher muss auch die Bundesregierung
entsprechende Schritte setzen und den Weg zu einer Zustimmung auf EU-
Ebene freiräumen“, appelliert IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Die Vorteile des Abkommens sind eindeutig: 91 Prozent der Zölle
auf EU-Warenausfuhren in die Mercosur-Staaten sollen schrittweise
entfallen. Laut Europäischer Kommission könnten EU-Unternehmen
dadurch jährlich bis zu vier Milliarden Euro einsparen. Studien
zeigen zudem, dass die europäischen Exporte in die Region um bis zu
39 Prozent wachsen könnten. Für Österreich hat der Export enorme
Bedeutung – er sichert rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze und generiert
ein Viertel der gesamten Staatseinnahmen. Gerade in der aktuellen
Situation, in der unsere Exporte weltweit rückläufig sind, brauchen
wir dieses Abkommen dringend.

Der Deal ist ein gut verhandeltes Abkommen und liegt fertig auf
dem Tisch. Angesichts der Erfahrungen der letzten Jahre – von der
Pandemie über den russischen Angriffskrieg bis hin zur zunehmend
protektionistischen Handelspolitik der USA und den chinesischen
Exportbeschränkungen – ist es für Europa wichtiger denn je, seine
Lieferketten breiter aufzustellen und strategische Abhängigkeiten zu
verringern. „Es ist Zeit für Mercosur, und dass sich der
österreichische Adler und der südamerikanische Ara die Flügel
reichen“, so Neumayer.

Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie .