SPÖ-Silvan: „OECD bestätigt schwarz auf weiß die Fehler von Schwarz, Blau und Grün!“

Wien (OTS) – SPÖ-Gesundheitssprecher Rudolf Silvan reagiert auf den
OECD-Bericht
zum Zustand des österreichischen Gesundheitssystems „Country Health
Profile Austria 2025“. Der darin beschriebene Befund bezieht sich auf
einen Zeitraum bis 2024, also auf den Verantwortungsbereich der
Vorgängerregierungen. Der Befund bestätigt – leider – das, wovor die
SPÖ in den letzten Jahren gewarnt hat: „Was alle längst schon spüren,
ist mit heute bestätigt. Unser Gesundheitswesen ist schlechter
geworden. Nicht, weil Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger
oder die vielen Menschen in anderen Gesundheitsberufen schlechter
gearbeitet hätten – im Gegenteil. Es ist die Folge falscher
politischer Entscheidungen von ÖVP, FPÖ und Grünen. Die OECD
bestätigt heute schwarz auf weiß die Fehler von Schwarz, Blau und
Grün“, so Silvan. ****

Der inhaltliche OECD-Befund: „Wait or pay“ – Wartezeiten und
Privatkosten stark gestiegen

Die OECD bringt auf den Punkt, was es bedeutet, wenn die
Bevölkerung wächst, es aber immer weniger Ärztinnen und Ärzte auf
Kasse und immer mehr nur noch privat gibt. Es erhöht die Wartezeiten
und die Privatkosten. Schon 16,5 Prozent der gesamten Ausgaben in
Österreich für Gesundheit müssen privat bezahlt werden – „out of
pocket“, aus eigener Tasche. Dieser Wert liegt 50 Prozent (!) über
dem EU-Durchschnitt. „Dass Menschen ausgerechnet in Österreich so
viel privat hinlegen müssen, wo unser Gesundheitssystem Jahre lang
als eines der besten der Welt gelobt wurde, ist ein Armutszeugnis für
die Vorgängerregierungen!“, ärgert sich Silvan.

Die OECD unterstreicht außerdem die mittlerweile vorhandenen
strukturellen Schwächen: zu wenig Hausärzt:innen, stagnierende
Vertragsarztzahlen, überlastete Spitäler und ein unterentwickelter
ambulanter Bereich.

Für die SPÖ steht fest: „Wenn ein System schlechter wird, dann
liegt es nicht an denen, die darin arbeiten, sondern an denen, die es
gestalten. Die Beschäftigten müssen ein System ausbaden, das durch
politische Fehlentscheidungen in der Vergangenheit überlastet ist.
ÖVP, FPÖ und Grüne haben sich an Marketing-Gags wie
‚Patientenmilliarde‘ orientiert und Probleme vor sich hergeschoben“,
so der SPÖ-Gesundheitssprecher.

Silvan stellt klar: „Der OECD-Befund zum österreichischen
Gesundheitssystem lautet: ‚wait or pay‘. Unsere Antwort lautet:
endlich wieder ‚e-card statt Kreditkarte‘. Alles, was wir tun,
verfolgt das Ziel, die Zwei-Klassen-Medizin in Österreich wieder zu
bekämpfen.“

Der SPÖ-Abgeordnete verweist darauf, dass es einen guten Grund
gibt, wieso die SPÖ trotz des hinlänglich bekannten und enormen
Spardrucks nicht bereit ist, einen einzigen Cent bei der Gesundheit
zu sparen. Im Gegenteil: Diese Regierung gibt hier mehr Geld aus als
jede Regierung vor ihr. Nicht nur das: gleich heute wird ein nächster
großer Schritt unternommen. Im Nationalrat wird ein mit 500 Millionen
Euro dotierter Gesundheitsreformfonds beschlossen. Gegen die Zwei-
Klassen-Medizin, für eine bessere öffentliche Versorgung. Silvan
abschließend: „Es wird nicht von heute auf morgen gehen. Aber heute
gibt es wieder eine Gesundheitsministerin, die gegen die Zwei-Klassen
-Medizin kämpft.“ (Schluss) lk/lw