Rotes Kreuz zu Vorschlag der Wehrdienstkommission über Verlängerung des Zivildienstes: „Wichtige Stärkung der zivilen Landesverteidigung!“

Wien (OTS) – Am 20. Jänner, dem „Tag der Wehrpflicht“, präsentierte
die von
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingesetzte
Wehrdienstkommission ihren Vorschlag, die Wehrpflicht auf acht Monate
plus zwei Monate verpflichtende Übungen zu verlängern. Um weiterhin
ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wehr- und Wehrersatzdienst zu
wahren, soll der Zivildienst auf zwölf Monate verlängert werden.
Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, äußert
sich zu diesem Vorschlag positiv: „Es ist richtig und wichtig, auf
die geänderten geopolitischen Herausforderungen zu reagieren und
sowohl die militärische als auch die zivile Landesverteidigung zu
stärken. Der Zivildienst ist ein wesentlicher Bestandteil der zivilen
Landesverteidigung. Das Österreichische Rote Kreuz begrüßt daher den
Vorschlag der Wehrdienstkommission.“

Peter Kaiser, Stellvertretender Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes und beratendes Mitglied der
Wehrdienstkommission, ergänzt: „Mehr als 4.000 Zivildiener leisten
jedes Jahr ihren Dienst beim Roten Kreuz. Mit einer Verlängerung des
Zivildienstes auf maximal 12 Monate ist es für uns möglich, die
Qualität weiter zu verbessern, die Einbindung in die Organisation zu
intensivieren und die Wertevermittlung der Notwendigkeit der
geistigen Landesverteidigung zu verstärken. Davon profitieren nicht
nur die jungen Männer, die bei uns ihren Zivildienst leisten, sondern
alle Menschen in Österreich.“

Hoffnung auf rasche Umsetzung durch Bundesregierung

Präsident Schöpfer stellt klar: „Es liegt nun an der
Bundesregierung, den aktuellen Vorschlag auf den Weg zu bringen. Das
Rote Kreuz hofft als größter nationaler Rettungsdienst-Anbieter, der
im Ernstfall auch zur Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres
gesetzlich verpflichtet ist, jedenfalls auf eine rasche Umsetzung.“

Wie wichtig der Zivildienst für die zivile Landesverteidigung,
die Katastrophenhilfe, den Zivilschutz und die gesellschaftliche
Resilienz allgemein ist, betont Kaiser: „Hier übernehmen junge Männer
Verantwortung und erwerben wichtige soziale und medizinische
Kompetenzen. Viele von ihnen bleiben nach ihrer Dienstzeit als
Freiwillige und leisten im Katastrophenfall einen wesentlichen
Beitrag zur Aufwuchsfähigkeit von Hilfskräften. Wenn nötig, kann
Österreich auf hunderttausende Freiwillige zurückgreifen, das ist für
die gesellschaftliche Resilienz wesentlich und muss weiter gefördert
werden.“

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