Helga Krismer zu Ötscherlifte: „Nebelgranaten statt Schneekanonen – Schwarz-Blau lässt Region in Geiselhaft von Industriellem Prinzhorn“

St. Pölten (OTS) – Nach der aktuellen Erkenntnis des
Landesverwaltungsgerichts (LVwG)
Niederösterreich zum Informationsbegehren bezüglich der Ötscherlifte
Lackenhof übt die Grüne Klubobfrau Helga Krismer scharfe Kritik an
der Landesregierung und dem Grundeigentümer. Während das Gericht der
GmbH vorschreibt, die vorhandene Infrastruktur offenzulegen, bleibt
das wahre Ausmaß des Scheiterns hinter einer Mauer aus
Verschwiegenheit verborgen: „Das Wesen der Opposition ist es, die
Regierung zu kontrollieren – und diese Kontrolle ist hier bitter
nötig, denn Schwarz-Blau wird dem Industriellen Prinzhorn nicht
Herr“, so Helga Krismer. Seit dem Dringlichkeitsantrag von 2021 ist
die Frist mit 2023 für eine Neupositionierung längst verstrichen.

Fakt ist: Am Ötscher ist eine Grundbeschneiung aktuell unmöglich
und auch Sommerangebote wie Mountainbiken können nicht ausgebaut
werden, weil Thomas Prinzhorn und seine Gesellschaft die notwendigen
Flächen nicht zur Verfügung stellt.

Region in Geiselhaft: Egoismus zerstört die Zukunft

Helga Krismer findet deutliche Worte für die Blockadehaltung des
Grundeigentümers: „Es ist inakzeptabel, dass ein ehemaliger FPÖ-
Politiker und Großindustrieller eine ganze Region in Geiselhaft
nimmt. Die schwarz-blaue Landesregierung hat offenbar kein Angebot
für einen Kapitalisten ohne Sinn für das Gemeinwohl. Dieser Egoismus
und Hochmut zerstört die Zukunft von Lackenhof.“

Die Entscheidungsfeigheit der Landespolitik und die
Großkotzigkeit des Industriellen führen zu einer massiven
Verunsicherung bei den Menschen in der Region und bei Investoren, die
sich bereits in einer „Halteposition“ befinden.

Nebelgranaten bei den Finanzen: Hochkar muss Defizite stützen

Die gerichtliche Entscheidung macht deutlich, dass die
wirtschaftliche Lage prekär ist. Die Hochkar & Ötscher Tourismus GmbH
führt beide Standorte in einer Gesellschaft, wobei das Hochkar die
Defizite der Ötscherlifte nicht zur Gänze abdecken kann. Das Gericht
akzeptiert das Geheimhaltungsinteresse der GmbH, da die Offenlegung
der Verluste das gesamte Unternehmen gefährden könnte.

Helga Krismer dazu: „Ich akzeptiere die richterliche Abwägung zum
Schutz des Standorts. Was ich nicht akzeptiere, ist die politische
Schwäche, die dahintersteckt. Die Schwarz-Blaue Landesregierung kann
ihr Versagen nicht mehr länger hinter dem Ötscher verstecken.“

Forderung nach Klarheit und Ehrlichkeit

Für die Grünen ist das Projekt „Lackenhof 2.0“ ohne
Flächenverfügbarkeit eine reine Illusion. „Statt Schneekanonen werden
hier nur Nebelgranaten geworfen. Es braucht jetzt endlich Klarheit
und Ehrlichkeit gegenüber den Leuten in der Region und jenen, die im
guten Glauben investiert haben“, fordert Helga Krismer.