Wien (OTS) – Die Beschäftigten in der ersten Bildungseinrichtung
leisten täglich
einen unverzichtbaren Beitrag für Kinder, Familien und die
Gesellschaft. Die Rahmenbedingungen hinken diesem Anspruch jedoch
weiterhin hinterher. Deshalb macht younion _ Die Daseinsgewerkschaft
anlässlich des morgigen Tags der Elementarbildung erneut auf die
dringend notwendigen Verbesserungen aufmerksam und fordert eine
rasche Umsetzung von Reformen.
Klare Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Zentral ist der konsequente Ausbau der Erwachsenenausbildung in
der Elementarpädagogik. Erfahrungen zeigen klar: Kolleg:innen die
erst später und ganz bewusst in den Beruf kommen, bleiben langfristig
im System und tragen wesentlich zur Stabilisierung der Teams bei.
Attraktive Karrierepfade von der Assistenz über die pädagogische
Assistenz bis hin zur Pädagog:in stärken die Motivation, binden
Fachkräfte und eröffnen echte Entwicklungsperspektiven innerhalb des
Berufsfeldes.
Bundesweite Standards
Weitere zentrale Forderungen sind kleinere Gruppen und ein
verbesserter Fachkraft-Kind-Schlüssel, um qualitativ hochwertige
Bildungsarbeit tatsächlich umsetzen zu können. Gleichzeitig braucht
es bundesweit einheitliche Standards in der Elementarbildung, etwa
bei verbindlichen Vor- und Nachbereitungszeiten, um Vergleichbarkeit
und Qualität sicherzustellen.
„Wer über Qualität in der Elementarbildung spricht, muss die
Rahmenbedingungen endlich ernsthaft verbessern. Gute Ausbildung,
klare Standards und ausreichend Unterstützung sind keine Extras,
sondern Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes System – all
das ist nichts Neues und bereits seit vielen Jahren bekannt“, betont
Judith Hintermeier, Bundesfrauenreferentin.
Entlastung der Beschäftigten
Zur langfristigen Absicherung der psychischen Gesundheit der
Beschäftigten müssen Supervision und Einzelcoaching zudem fixer
Bestandteil der Arbeit werden. Darüber hinaus ist die Entlastung der
Leitungen durch administratives Personal ein wesentlicher Schritt, um
pädagogische Führung wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Eine
Maßnahme, die sehr schnell umgesetzt werden könnte.
„Die Situation in der Elementarbildung ist seit Jahren
angespannt: Die Beschäftigten arbeiten am Limit. Obwohl am Tag der
Elementarbildung Dank und Anerkennung von politisch Verantwortlichen
ausgesprochen werden, bleibt das ohne substanziellen Gegenwert. In
einem stark weiblich geprägten Beruf kann das nicht länger
hingenommen werden. Es benötigt Entlastung, verbindliche Standards
und einer echten Aufwertung der Elementarbildung als Bildungs- und
zur Gleichstellungspolitik. Wenn politisch Verantwortlichen, die
erste Bildungseinrichtung, deren Beschäftigte und die heranwachsenden
Generationen unseres Landes wirklich etwas wert sind, müssen sie die
Umsetzung unserer Forderungen zur Priorität machen“, so Sabine Slimar
-Weißmann, geschäftsführende Bundesfrauenvorsitzende der younion.
Der Tag der Elementarbildung ist ein Anlass zur Anerkennung, vor
allem aber ein klarer Auftrag an Politik und Entscheidungsträger,
JETZT nachhaltige Maßnahmen zu setzen.
Wir bedanken uns bei allen Kolleg:innen, für ihren tagtäglichen
Einsatz und ihr großartiges Engagement in der ersten
Bildungseinrichtung, um den Kinder (der Zukunft unserer Landes) die
beste Bildung auf ihrem Weg mitzugeben.