ÖVP – Korosec: SPÖ-Bürgermeister Ludwig bleibt Antworten zur Abschaffung des Seniorentickets schuldig

Wien (OTS) – In der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats hat die
Wiener
Volkspartei im Zuge der Fragestunde Bürgermeister Michael Ludwig mit
der Abschaffung des ermäßigten Senioren-Einzelfahrscheins bei den
Wiener Linien konfrontiert. Die Seniorensprecherin der Wiener
Volkspartei, Gemeinderätin Ingrid Korosec, zeigt sich in diesem
Zusammenhang jedoch äußerst enttäuscht und verärgert.

„Anstatt eine entsprechende Zusatzfrage in der Fragestunde
zuzulassen, wurde dieses Ansinnen seitens des
Gemeinderatsvorsitzenden von der SPÖ, Thomas Reindl, abgelehnt. Der
Bürgermeister hat in weiterer Folge dennoch eine Antwort geliefert,
dies aber völlig unzureichend. Für mich ist es unverständlich, dass
der Bürgermeister der Stadt Wien in einer öffentlichen Fragestunde
keine Erklärung dazu abgibt, warum die Seniorentickets bei den Wiener
Linien abgeschafft wurden und somit eine Preissteigerung von 113
Prozent erfolgt ist. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Anrecht
darauf“, so Korosec weiter.

Weder gab es eine nachvollziehbare Begründung für die Abschaffung
des Seniorentickets noch ein erkennbares Problembewusstsein für die
Auswirkungen auf ältere Menschen, vor allem auch hinsichtlich der
digitalen Benachteiligung. „Stattdessen wurde von ihm verlautbart,
dass die Wiener Linien ein umfassendes Serviceangebot auch für ältere
Menschen habe. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist dies
geradezu eine Chuzpe gegenüber Seniorinnen und Senioren“, so Korosec
weiter.

Fakt ist, dass Seniorinnen und Senioren seit Anfang 2026 für eine
einzelne Fahrt mit den Wiener Linien mehr als doppelt so viel
bezahlen müssen wie zuvor. Diese massive Verteuerung trifft vor allem
jene, die öffentliche Verkehrsmittel nur gelegentlich nutzen – etwa
für Arztbesuche oder Erledigungen des täglichen Bedarfs. Zusätzlich
kritisiert Korosec die digitale Benachteiligung durch die Wiener
Linien. Analoge Fahrscheine seien teurer als digitale Angebote. „Wer
kein Smartphone besitzt oder digitale Angebote nicht nutzen kann,
zahlt drauf. Das betrifft besonders viele ältere Menschen und ist
sozialpolitisch nicht vertretbar“, so Korosec weiter. Öffentliche
Mobilität müsse für alle Menschen zugänglich und leistbar bleiben –
unabhängig von Alter oder digitaler Kompetenz.

Die Wiener Volkspartei fordert daher weiterhin die Rücknahme der
Abschaffung des Senioren-Einzelfahrscheins sowie ein Ende der
Preisaufschläge für analoge Tickets. „Die heutige Antwort hat vor
allem auch gezeigt, dass diese SPÖ-Neos-Stadtregierung die
Lebensrealität vieler Seniorinnen und Senioren ausblendet. Das werden
wir nicht akzeptieren“, so Korosec abschließend.