Wien (OTS) – „Die Unterstützung der Ukraine ist nicht nur eine
moralische Frage
und eine Frage der europäischen Sicherheit, sie ist auch eine direkte
Investition in unseren wirtschaftlichen Aufschwung“, sagt NEOS-
Abgeordnete Henrike Brandstötter. Sie ist nicht nur Leiterin der
Parlamentarischen Freundschaftsgruppe Österreich-Ukraine, sondern
auch Mitglied des globalen Parlamentarier-Netzwerks „United 4
Ukraine“ und hat in dieser Funktion am Mittwoch in Kyjiv den
ukrainischen Präsidenten Selenskyji getroffen.
„Selenskyji ist sehr klar: ,Wer uns nicht unterstützt hat, als
wir am dringendsten Hilfe gebraucht haben, wird auch nicht von
Aufträgen beim Wiederaufbau profitieren‘“, berichtet Brandstötter von
dem einstündigen Gespräch. „Im Umkehrschluss bedeutet das:
Österreichs Betriebe können, wenn der Krieg endlich beendet ist,
enorm vom Wiederaufbau profitieren. Denn Österreich unterstützt die
ukrainische Bevölkerung seit Kriegsbeginn – vor allem mit humanitärer
Hilfe, die über internationale Partnerorganisationen wie das Rote
Kreuz oder UNHCR vor Ort abgewickelt wird, und mit Sachleistungen wie
etwa Einsatzfahrzeugen, Generatoren oder Heizgeräten.“
Denn Russland zerstört seit Herbst gezielt die
Energieinfrastruktur des Landes. Brandstötter: „Menschen frieren in
eiskalten Wohnungen, Betriebe können nicht produzieren. Und Präsident
Selenskyji rechnet damit, dass Putin als nächstes massiv die
Wasserversorgung der Ukraine angreifen wird und damit eine neue Welle
des Terrors beginnt. Die Ukraine wird also weiterhin unsere
Unterstützung brauchen – sie einzustellen, wie die Anti-Patrioten der
FPÖ das fordern, wäre nicht nur unmenschlich und gefährlich, es würde
auch eine enorme Flüchtlingswelle auslösen und wäre wirtschaftlich
sehr dumm.“