Emerging Fields: 35 Millionen Euro für neue Forschungsfelder in Österreich

Wien, 09.03.2026 (OTS) – Im Rahmen der Exzellenzinitiative
excellent=austria fördert der FWF
sechs weitere Emerging-Fields-Konsortien an Standorten in Innsbruck,
Klosterneuburg, Linz und Wien mit rund 35 Millionen Euro. Mit ihren
neuartigen Ansätzen konnten die Projekte die internationale FWF-Jury
überzeugen, sie sollen Forschungsfelder mit großem
Innovationspotenzial erschließen.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative excellent=austria zur Stärkung
der Spitzenforschung an Universitäten und außeruniversitären
Forschungsstätten stehen weitere Förderentscheidungen fest. Das
wissenschaftliche Kuratorium des FWF wählte nach einem mehrstufigen
Auswahlverfahren mit Hearing sechs Emerging-Fields-Konsortien aus,
die nun über fünf Jahre hinweg mit insgesamt 35 Millionen Euro
gefördert werden. Grundlage der Entscheidung waren die schriftlichen
Gutachten sowie die Empfehlungen der internationalen Jury, die nach
einem Hearing das Innovationspotenzial und die wissenschaftliche
Exzellenz der Projekte auf Basis internationaler Peer-Reviews
bewertete. Durch die sechs neuen Konsortien erhöht sich die
Gesamtzahl der Emerging Fields auf elf.

„Als Wissenschaftsministerin ist es mir ein zentrales Anliegen,
dass Spitzenforschung immer auch neue Denkräume eröffnet. Mit der
Förderung von Emerging Fields wollen wir genau das erreichen: Wir
wollen wissenschaftliche, hochinnovative Pionier:innenarbeit
ermöglichen, die Disziplinengrenzen überwindet. Die
Forschungsprojekte bringen nicht nur neue Fragestellungen hervor,
sondern dürfen auch ein besonderes Risiko nehmen. Besonders
erfreulich ist, dass bei der Hälfte der diesjährigen Emerging-Fields-
Konsortien Frauen als Koordinatorinnen die Führung übernehmen. Ein
wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung von Frauen in der
Forschung!“, so Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen,
Wissenschaft und Forschung .

„Die großen wissenschaftlichen Durchbrüche beginnen oft mit einer
Idee, die noch niemand zuvor verfolgt hat. Genau dafür schaffen wir
mit den Emerging Fields den nötigen Freiraum. Exzellente Forschende
können hier gemeinsam an mehreren Standorten mutige Ansätze verfolgen
– von neuen Strategien im Kampf gegen Krebs über Forschung gegen
Plastikstaub in der Luft bis hin zur Selbstbestimmung in der Kunst.
So schaffen wir die Voraussetzungen, damit besonders innovative Ideen
realisiert werden können, die langfristig der Gesellschaft
zugutekommen“, so FWF-Präsident Christof Gattringer .

Zwtl.: Etablierung neuer Forschungsfelder an Österreichs
Forschungsstätten

In den sechs neuen Emerging Fields arbeiten Forschende aus elf
Universitäten und außeruniversitären Forschungsstätten zusammen. Ziel
ist es, kooperative Projekte zu Forschungsfragen mit besonders hohem
Innovationspotenzial umzusetzen, die in ihrem Feld einen
Paradigmenwechsel auslösen können. Mit den Förderungen entstehen an
den beteiligten Institutionen attraktive Rahmenbedingungen für eine
enge Zusammenarbeit und Forschende erhalten den nötigen Freiraum, um
vielversprechende Ansätze sowie risikoreichere Ideen zu verfolgen.
Die neuen Emerging Fields widmen sich den Bereichen Design und Kunst,
Krebsforschung, Mathematik, Umweltforschung, Molekularbiologie und
Verhaltensforschung.

An vier der neuen Emerging-Fields-Konsortien ist die Universität
Wien beteiligt, die Technische Universität Wien an drei und die
Veterinärmedizinische Universität Wien an zwei Konsortien. Jeweils
eine Beteiligung übernehmen die BOKU University, das IMBA – Institut
für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, das IMP – Forschungsinstitut für Molekulare
Pathologie, das Institute of Science and Technology Austria (ISTA),
die Kunstuniversität Linz, die Medizinische Universität Wien (Max
Perutz Labs gemeinsam mit der Universität Wien), die St. Anna
Kinderkrebsforschung sowie die Universität Innsbruck. In jedem
Konsortium arbeiten Teams von bis zu 30 Wissenschaftler:innen über
einen Zeitraum von fünf Jahren zusammen, nach drei Jahren ist eine
Zwischenbegutachtung vorgesehen.

Zwtl.: Entscheidung auf Basis internationaler Gutachten und
Juryempfehlung

Um eine unabhängige und auf wissenschaftlichen Kriterien
basierende Entscheidung zu ermöglichen, organisierte der FWF auch in
der zweiten Ausschreibungsrunde ein dreistufiges Auswahlverfahren. In
einem ersten Schritt beurteilte die internationale, multidisziplinäre
Jury unter der Leitung von Aileen Fyfe (University of St Andrews,
Schottland) die 37 eingereichten Anträge auf Basis einer dreiseitigen
Synopsis auf ihr Potenzial, höchst transformative und innovative
Ideen umzusetzen. Nur jene Anträge, die den angestrebten hohen
Innovationsgrad erfüllen, wurden in der Folge international
begutachtet und dem FWF-Kuratorium vorgelegt, das auf Basis der
internationalen Gutachten eine Shortlist mit neun Konsortien
erstellte. Diese Konsortien präsentierten ihr Forschungsvorhaben im
Rahmen eines Hearings wiederum der Jury, die dann die
Förderempfehlung aussprach. Die endgültigen Förderentscheidungen
wurden vom Kuratorium des FWF auf Basis der Empfehlungen der Jury
getroffen.

Die neuen Emerging Fields im Überblick: FWF-Aussendung

Diese Online-Landkarte bietet eine Übersicht zu den Emerging
Fields: excellentaustria.fwf.ac.at

Österreichischer Wissenschaftsfonds FWF
Der Wissenschaftsfonds FWF ist Österreichs führende Organisation zur
themenoffenen Förderung der Grundlagenforschung sowie der
künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung. In einem internationalen
Peer-Review-Verfahren fördert der FWF jene Forschenden und Ideen, die
aufgrund ihrer wissenschaftlichen Qualität wegweisend sind. Die
gewonnenen Erkenntnisse stärken Österreich als Forschungsnation und
legen eine breite Basis, um zukünftigen gesellschaftlichen
Herausforderungen besser begegnen zu können.