Wiener Gesundheitsverbund erweitert bis 2029 psychiatrisches Versorgungsangebot mit Neubau für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche.

Wien (OTS) – Mit dem Spatenstich für die neue Psychiatrie in der
Klinik Favoriten
setzt der Wiener Gesundheitsverbund einen weiteren wichtigen Schritt
im größten Modernisierungsprogramm seiner Geschichte. Der Neubau
schafft bis 2029 zusätzliche Kapazitäten für die psychiatrische
Versorgung und verbindet moderne Architektur mit zeitgemäßen
therapeutischen Konzepten. „Mit der neuen Psychiatrie in der Klinik
Favoriten stärken wir die Gesundheitsversorgung in einer wachsenden
Stadt und schaffen moderne Rahmenbedingungen für Patient*innen sowie
Mitarbeiter*innen. Der Wiener Gesundheitsverbund investiert damit
gezielt in eine zukunftsfitte Infrastruktur, die den steigenden
Anforderungen in der medizinischen Versorgung gerecht wird“, betont
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Zwtl.: Künftig neu am Standort: 40 Betten für Kinder- und
Jugendpsychiatrie

Der Neubau wird die psychiatrische Versorgung am Standort
deutlich erweitern. Derzeit stehen in der Klinik Favoriten 44 Betten
für psychiatrische Patient*innen zur Verfügung. Künftig werden es
insgesamt 120 Betten sein – davon 80 für die Erwachsenenpsychiatrie
und erstmals 40 für eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Psychische
Erkrankungen zählen zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen
unserer Zeit. Mit der neuen Psychiatrie stärken wir die
psychiatrische Versorgung in Wien nachhaltig und schaffen moderne
Strukturen für eine zeitgemäße Behandlung. Aktuell erfolgen am
Standort rund 1.000 stationäre Aufnahmen und etwa 3.500
Ambulanzkontakte pro Jahr“, erklärt Evelyn Kölldorfer-Leitgeb,
Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes.

„Der Ausbau der psychiatrischen Versorgung in der Klinik
Favoriten ist ein wichtiger Schritt – besonders für Kinder und
Jugendliche. Ihr Bedarf ist in den letzten Jahren stark gestiegen,
denn psychische Gesundheit entscheidet über Bildungswege und
Zukunftschancen. Es braucht mehr Kapazitäten, schnellere Hilfe und
niederschwelligen Zugang“, betonte die Gesundheitssprecherin der Neos
Jing Hu.

Zwtl.: Architektur als Teil des therapeutischen Konzepts

Die neue Psychiatrie umfasst rund 20.500 m² Netto-Grundrissfläche
auf insgesamt 6 Ebenen. Rund 50.000 Kubikmeter Baugrubenaushub werden
bewegt und etwa 9.000 Tonnen Abbruchmaterial fallen an. Sämtliches
Abbruchmaterial wird sortenrein entsorgt und kurbelt so wiederum die
Kreislaufwirtschaft an.

Neben Stationen für die psychiatrische Behandlung entstehen
Ambulanzen, Tageskliniken sowie vielfältige Therapie- und
Aufenthaltsbereiche. Großzügige Außenflächen, Dachterrassen,
Bewegungs- und Begegnungsbereiche bieten zusätzlichen Raum für
Therapie und Aktivität. Auch eine Heilstättenschule wird integriert,
damit junge Patient*innen während ihres Aufenthalts am schulischen
Unterricht teilnehmen können.

„Moderne psychiatrische Architektur ist heute bewusst Teil des
therapeutischen Konzepts. Klare Strukturen, viel Tageslicht und gut
gestaltete Außenräume schaffen Orientierung, reduzieren Stress und
unterstützen den Genesungsprozess“, sagt Michael Lischent,
Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsverbund Projektentwicklungs-
und Baumanagement GmbH, die alle Bauprojekte des Wiener
Gesundheitsverbundes umsetzt.

Zwtl.: Mitarbeiter*innen bei der Planung eng eingebunden

Mit der neuen Psychiatrie entsteht ein differenziertes
Versorgungskonzept. Die Behandlung ist somit noch stärker auf
unterschiedliche Bedürfnisse von Patient*innen abgestimmt. Die
Erwachsenenpsychiatrie wird künftig vier spezialisierte Stationen mit
jeweils 20 Betten umfassen: eine Transitionspsychiatrie für junge
Erwachsene, eine Erwachsenenpsychiatrie bis 65 Jahre, eine
Alterspsychiatrie sowie eine Station für Akutpsychosomatik.

„Die neue Struktur ermöglicht eine noch gezieltere Behandlung,
weil Patientinnen je nach Alter, Krankheitsbild und Behandlungsbedarf
auf spezialisierten Stationen betreut werden können und Intensität
sowie Dauer der Therapie entsprechend angepasst werden. Besonders
wichtig war uns, dass viele Erfahrungen der Mitarbeiterinnen in die
Planung eingeflossen sind. Dadurch entstehen Strukturen, die sowohl
für Patient*innen als auch für Mitarbeiter*innen bestmögliche
Rahmenbedingungen bieten“, betont Kurt Stastka, Vorstand der
Psychiatrischen Abteilung der Klinik Favoriten.

Parallel zum Ausbau der Infrastruktur wächst auch das Team
deutlich: Derzeit arbeiten rund 60 Vollzeitäquivalente in der
psychiatrischen Versorgung am Standort. Künftig sollen es auch dank
einer Ausbildungs-Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien
über 200 Vollzeitäquivalente sein.

Service-Link:

Bauprojekte des Wiener Gesundheitsverbundes:

Modernisierung der Wiener Kliniken

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