Künstliche Intelligenz braucht ein ECHO aus der Arbeitswelt

Linz (OTS) – Nahezu täglich erscheinen Berichte über Künstliche
Intelligenz (KI)
und ihre vielfältigen Möglichkeiten in den Medien. Doch, was löst
diese Berichterstattung bei den Menschen aus? Und wer findet Gehör?
Eine aktuelle Diskursanalyse im Auftrag der Arbeiterkammer
Oberösterreich gibt Aufschluss darüber, wie in Oberösterreich über
Künstliche Intelligenz gesprochen wird. Für AK-Präsident Andreas
Stangl steht fest: „ In einer Arbeitswelt, die sich stetig ändert und
in der die digitale Transformation eine wesentliche Rolle spielt,
müssen die Beschäftigten eingebunden werden, damit diese auch vom
technologischen Fortschritt profitieren “

Kaum jemand kommt noch am Thema Künstliche Intelligenz vorbei. Ob
in der Arbeitswelt oder im Privaten, die Tools sind allgegenwärtig.
Auch Medien thematisieren KI nahezu täglich. Die Abteilung für
Soziologie mit den Schwerpunkten Innovation und Digitalisierung (SID)
an der Johannes Kepler Universität Linz, hat sich im Auftrag der
Arbeiterkammer Oberösterreich die mediale Berichterstattung genauer
angesehen. Das Ergebnis: Es besteht Handlungsbedarf, um auch die
Perspektiven und die Anliegen der Arbeitnehmer:innen sichtbar zu
machen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der oberösterreichischen Debatte
lassen sich in wenigen Sätzen zusammenfassen: Es ist ein
alternativloses Wettrennen, das eine weitere „industrielle
Revolution“ auslösen wird oder schon auslöst. Ängste, Unsicherheiten
oder Sorgen aus gesellschaftspolitischer Perspektive, die in Bezug
auf diese Technik und ihre rasante Entwicklung existieren, sind
individuelle Probleme. Diese können behoben werden, wenn sich
Individuen mit der Technik „spielen“ und damit beschäftigen. Bedenken
aus gesellschaftspolitischer Sicht, die im Zusammenhang mit dem
schnellen Fortschritt dieser Technologie entstehen, werden oft als
individuelle Herausforderungen abgetan, die sich durch praktische
Auseinandersetzung mit der Technik auflösen ließen.

AK fordert Beteiligungsmöglichkeiten für Beschäftigte ein
Für AK-Präsident Andreas Stangl steht fest: „ KI darf in der
öffentlichen Debatte kein Monolog technischer und wirtschaftlicher
Perspektiven sein. Nur durch die Einbindung der Betriebsrät:innen und
einer kritische Auseinandersetzung kann ein Arbeitsumfeld gestaltet
werden, das die Arbeitnehmer:innen stärkt und Orientierung gibt “

Chancen prüfen, Wirkungen hinterfragen und Orientierung geben
Die AK steht für eine breite gesellschaftliche Debatte ein. Es
braucht eine strukturierte Herangehensweise in Bezug auf die
Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt, den Arbeitsmarkt, die
Rechtssicherheit, die Vermögensverteilung und die Teilhabe von
Menschen am gesellschaftlich-technischen Fortschritt. Diese
Positionierung folgt dem Prinzip ECHO, das sich wie folgt beschreiben
lässt: E – Einbinden, C – Chancen prüfen, H – Hinterfragen, O –
Orientierung geben.

Die Forderungen der AK im Überblick:

– Einbeziehung von Betriebsrät:innen

– Miteinbeziehung von Beschäftigten an Förderungen knüpfen

– Rechtsanspruch auf Weiterbildung

Hier finden Sie die ausführliche Pressekonferenzunterlage sowie
ein Foto von AK-Präsident Andreas Stangl und Univ. Prof. Dr. Uli
Meyer, Leiter der Abteilung Soziologie mit den Schwerpunkten
Innovation und Digitalisierung (SID) an der JKU Linz zu Ihrer
Verwendung.
Fotocredit: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart