Wien (OTS) – „Die angekündigten Schritte sind ein wichtiges Signal an
alle
Pflegegeldbezieher*innen: Die Probleme werden endlich ernst
genommen“, erklärt PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer zur Ankündigung
von Sozialministerin Korinna Schumann, die Begutachtungspraxis bei
PVA und Sozialministeriumservice zu verbessern.
Respekt und Transparenz für Betroffene
Positiv bewertet der Pensionistenverband vor allem den geplanten
Verhaltenskodex für Gutachter*innen, die ausdrückliche Möglichkeit,
bei allen Begutachtungen eine Vertrauensperson mitzunehmen, sowie ein
strukturiertes Beschwerdemanagement und klare Leitfäden für die
Abläufe. „Respekt, Transparenz und nachvollziehbare Entscheidungen
sind gerade für ältere und pflegebedürftige Menschen zentral – hier
setzt das Maßnahmenpaket in die richtige Richtung an“, so Gerstorfer.
Pflegegeld bleibt Rechtsanspruch
Die PVÖ-Präsidentin sieht die heutigen Ankündigungen als
Grundlage für weitere vom PVÖ immer wieder geforderten Verbesserungen
und bringt sich dabei mit seinen Erfahrungen ein. „Pflegegeld ist ein
klarer Rechtsanspruch und darf kein verstecktes Sparinstrument sein –
entscheidend ist der tatsächliche Pflegebedarf der Menschen“, betont
Gerstorfer. „Unser Ziel ist ein Begutachtungssystem, das Fehler
möglichst verhindert, Betroffene stärkt und pflegende Angehörige
entlastet.“ Der Pensionistenverband wird die Umsetzung der Maßnahmen
beobachten und bleibt weiterhin Anlaufstelle für Beratung und
Unterstützung bei Pflegegeld-Bescheiden. (Schluss)