Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser hat die
Weigerung der
EU-Kommission, Ausnahmen für importierte Düngemittel zuzulassen, als
„schweren Schlag gegen Europas Bauern“ bezeichnet. Frankreich,
Italien und Kroatien hatten Ende März gefordert, den neuen CO2-Zoll
auf importierte Düngemittel auszusetzen, aber die Kommission wies das
zurück. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen begründete das damit, ein
Aussetzen könne die Importabhängigkeit verschärfen. „Unglaublich!
Brüssel zieht den Landwirten das Geld aus der Tasche und verkauft das
als Klimapolitik! Die Bauern sind europaweit unter Druck: Das ist
nicht Landwirtschaftspolitik, das ist ein desaströses
Belastungsprogramm für unsere Versorgungssicherheit!“, so der
freiheitliche EU-Abgeordnete.
Hauser betonte, der Kern des Problems liege im System selbst:
„Die EU verteuert Dünger, obwohl Europas Bauern bereits unter Krieg,
Energiepreisen und Lieferunterbrechungen leiden. Wer in so einer Lage
zusätzliche Zoll- und CO2-Lasten verteidigt, handelt gegen die eigene
Bevölkerung!“ Der CO2-Grenzausgleich CBAM ist seit 1. Jänner 2026 in
seiner definitiven Phase. Die Übergangsphase mit bloßen
Berichtspflichten endete 2025. Die Kommission veröffentlichte den
ersten Zertifikatspreis für das erste Quartal 2026 am 7. April mit
75,36 Euro. Der Preis für das zweite Quartal soll am 6. Juli folgen,
und ab 2027 ist eine wöchentliche Veröffentlichung vorgesehen.
Besonders brisant sei laut Hauser, dass Frankreich die Aussetzung
ausdrücklich mit höheren Kosten durch Unterbrechungen infolge des
Iran-Kriegs begründet habe. „Die globalistischen Eliten in Brüssel
verursachen mit ihrer Politik, dass die Bauern doppelt bestraft
werden! Durch die Krise und dann noch durch die EU-Abgabe“, ärgerte
sich der Freiheitliche. „Das muss sofort aufhören! Die Kommission
muss diese Absurdität sofort beenden! Die Folgen des CO2-
Grenzausgleichs auf die Landwirtschaft müssen nicht nur aufgezeigt,
sondern alle negativen Folgen müssen verhindert werden!“