Zu(g)kunftsindustrie Bahn: Parlamentarischer Tag macht Schlüsselbranche sichtbar

Wien (OTS) – Mit dem ersten Parlamentarischen Tag der Bahnindustrie
hat der
Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI) gemeinsam mit
Vertretern des Nationalrats einen umfassenden Einblick in eine der
zentralen Zukunftsbranchen Österreichs gegeben. Im Fokus standen die
Leistungsfähigkeit der heimischen Bahnindustrie, ihre Bedeutung für
Wertschöpfung und Beschäftigung sowie die Notwendigkeit verlässlicher
politischer Rahmenbedingungen.

Christian Diewald, Präsident des VBI:

„Die Bahnindustrie ist eine Zu(g)kunftsindustrie für den
Wirtschaftsstandort Österreich und Europa. Sie steht für Innovation,
Klimaschutz und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der heutige
Austausch mit der Politik zeigt klar: Um diese Stärke langfristig zu
sichern, braucht es jetzt klare und verlässliche Rahmenbedingungen –
damit die Weltmarktführer von heute auch morgen aus Österreich bzw.
Europa kommen können.“

Im Rahmen des ganztägigen Programms besuchten Abgeordnete zum
Nationalrat gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Industrie drei
Mitgliedsunternehmen des VBI im Südwesten Österreichs. Ziel war es,
praxisnahe Einblicke in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie
in die Herausforderungen der Branche zu ermöglichen.

Zwtl.: Bahnindustrie als Rückgrat der Mobilitätswende

Die österreichische Bahnindustrie zählt zu den
innovationsstärksten Industriezweigen des Landes und ist ein
zentraler Treiber der Mobilitätswende.

Der Austrian Rail Report 2025 belegt eindrucksvoll die
ökonomische Bedeutung der Branche:

– über 34.000 Beschäftigte (+22 % seit 2023)

– rund 3,02 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung

– 1,17 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben

– Exportquote von 68 % (europäische Spitze im Pro-Kopf-Vergleich)

– F&E-Spitzenwert in Europa mit 16,5 Euro pro Kopf

Damit gehört die Bahnindustrie zu den international
wettbewerbsfähigsten und forschungsintensivsten Industriesektoren
Österreichs.

Wolfgang Moitzi, Nationalratsabgeordneter und Vorsitzender des
Verkehrsausschusses:

„Europa hat seinen Vorsprung in vielen Zukunftstechnologien
verloren. Wir werden die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.
Daher haben wir die Bahnindustrie als wichtige Zukunftsbranche in der
Industriestrategie verankert. Wir stärken damit die heimische
Wertschöpfung und bauen gute Arbeitsplätze weiter aus. Um die
Wichtigkeit der österreichischen Bahnindustrie zu unterstreichen,
machen sich heute auf Einladung des Verkehrsausschusses Abgeordnete
aller Parteien ein Bild von den Betrieben vor Ort.“

Zwtl.: Wettbewerbsfähigkeit sichern – Rahmenbedingungen verbessern

Trotz ihrer starken Position steht die Branche unter zunehmendem
Druck – etwa durch steigende Kosten, globalen Wettbewerb und
zunehmende regulatorische Komplexität. Gleichzeitig zeigt der
Austrian Rail Report, dass Österreich im globalen Exportvergleich
zuletzt von Platz 4 auf Platz 7 zurückgefallen ist.

Angesichts dieser Entwicklung spricht sich der VBI für eine klare
industriepolitische Ausrichtung in Europa aus: Öffentliche Mittel
sollten gezielt zur Stärkung der europäischen Wertschöpfung
eingesetzt werden.

Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter
Hanke:

„Die österreichische Bahnindustrie ist eine tragende Säule
unseres Standorts. Über 30.000 Arbeitsplätze hängen direkt und
indirekt von ihr ab. Ohne diese Schlüsselindustrie wäre Österreich
heute nicht das Bahnland Nummer eins in der EU, und die
Mobilitätswende wäre undenkbar. Als Bundesregierung stehen wir hinter
dieser Branche und werden auch in Zukunft die richtigen
Rahmenbedingungen schaffen, um fairen Wettbewerb in Europa zu
garantieren.“

Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG:

„Für ein leistungsfähiges Bahnsystem braucht es eine starke
österreichische Bahnindustrie. Sie sichert Qualität, Innovationskraft
und Versorgungssicherheit und ist damit ein zentraler Partner der
ÖBB, um nachhaltige Mobilität für die Menschen in Österreich
bereitzustellen.“

Zwtl.: Europe First: Wertschöpfung sichern heißt Sicherheit stärken

Der Verband der Bahnindustrie plädiert für eine klare „Europe
First“-Strategie im Umgang mit öffentlichen Mitteln: Investitionen
aus Steuergeldern sollten stärker an europäische Wertschöpfung und
industrielle Kapazitäten gekoppelt werden.

Anil W. Rai, Geschäftsführer des VBI:

„ Europäische Wertschöpfung ist mehr als ein wirtschaftlicher
Faktor – sie ist eine Frage der strategischen Resilienz und
Sicherheit. Wer in die Bahn investiert, investiert auch in
industrielle Stärke, technologische Souveränität und in die
Versorgungssicherheit in Europa. “

Zwtl.: Starke Industrie – starke Regionen

Die besuchten Betriebe im Süden und Südwesten Österreichs stehen
exemplarisch für die regionale Verankerung der Branche. Die
Bahnindustrie ist ein zentraler industrieller Anker in den Regionen
und sichert hochwertige Arbeitsplätze entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.

Zwtl.: Über den Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI)

Der Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI) ist die größte
Interessenvertretung der österreichischen Schienenzulieferindustrie.
Er vertritt rund 60 Unternehmen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette – von Fahrzeugherstellern und
Komponentenlieferanten über Systemtechnik bis hin zu Digitalisierung
und Service. Gemeinsam engagieren wir uns für faire
Wettbewerbsbedingungen, Innovationsförderung, Nachhaltigkeit und eine
starke industrielle Basis für den Bahnstandort Österreich. Damit
leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Mobilitäts-
und Klimawende – mit österreichischen Innovationen.