St. Pölten (OTS) – Die geplante Einführung einer Aktivpension durch
die Bundesregierung
wird vom Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) als wichtiger
Schritt zur Stärkung des Arbeitsmarkts bewertet. Die Maßnahme
entspricht einer zentralen Forderung des Wirtschaftsbundes, die
bereits im Wahlprogramm verankert und auch im Wirtschaftsparlament
Niederösterreich eingebracht wurde.
„Dass Weiterarbeiten in der Pension künftig stärker entlastet
wird, ist ein richtiger und notwendiger Schritt. Diese Forderung
haben wir als Wirtschaftsbund Niederösterreich seit Längerem klar
vertreten“, betont WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang
Ecker und hält fest: „Unsere Betriebe sind auf qualifizierte und
erfahrene Arbeitskräfte angewiesen. Maßnahmen, die längeres Arbeiten
attraktiv machen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung
des Arbeitsmarkts und zur Entlastung der Unternehmen.“
Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus betont:
„Entscheidend ist, dass sich längeres Arbeiten auch konkret auszahlt.
Es geht hier auch um eine Frage der Fairness: Wer über das
Pensionsantrittsalter hinaus arbeiten möchte, darf nicht durch
unnötige Abgaben belastet werden. Die vorgesehenen Entlastungen
setzen hier den richtigen Anreiz.“
Die Aktivpension setzt gezielt Anreize, um erfahrene
Arbeitskräfte länger im Erwerbsleben zu halten. Vorgesehen sind unter
anderem:
–
Steuerlicher Freibetrag von bis zu 15.000 Euro jährlich für
Erwerbstätige im Pensionsalter
–
Wegfall des Dienstnehmerbeitrags zur Pensionsversicherung (10,25
Prozent)
–
Entfall der Höherversicherung und damit sofortige finanzielle
Entlastung
–
Entlastungen gelten auch für Selbstständige
Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um das vorhandene
Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen. Aktuell arbeiten rund
150.000 Menschen in Österreich über das gesetzliche
Pensionsantrittsalter hinaus. Gerade vor dem Hintergrund des
Fachkräftemangels ist es wichtig, erfahrene Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Arbeitsmarkt zu halten. Die gesetzliche Umsetzung ist
mit 1. Jänner 2027 vorgesehen.
Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich ist nun entscheidend,
dass die Maßnahme rasch und ohne zusätzliche bürokratische Hürden
umgesetzt wird. Die Aktivpension ist ein wichtiger Schritt,
gleichzeitig braucht es weiterhin Lösungen, um den Arbeitsmarkt
langfristig zu stärken und die Betriebe zu unterstützen.