AK Anderl zu Lohntransparenz: Lücke endlich schließen!

Wien (OTS) – Bis Juni muss Österreich die EU-Richtlinie zur
Lohntransparenz
umsetzen. Doch die Vertreter der Wirtschaft mauern. „Österreich hat
einen der höchsten Gender Pay Gaps in der EU. Jetzt ist die Chance
da, diese Lücke endlich schließen zu können. Doch anstatt bei den
Löhnen und Gehältern Gleichstellung zu schaffen, sollen
offensichtlich veraltete und diskriminierende Strukturen
aufrechterhalten werden. Es zeigt sich ein deutliches Muster, ob bei
der Lohntransparenz oder fairer Bezahlung von Teilzeitbeschäftigten:
Es scheint so, als wären die Frauen in Österreich den Vertretern der
Betriebe nicht das wert, was sie tatsächlich leisten. Das ist absolut
beschämend“, kritisiert AK Präsidentin Renate Anderl. Sie fordert die
rasche und konsequente Umsetzung der EU-Richtlinie, damit „Frauen
endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten“.

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Österreich sind Frauen.
„Frauen halten unser Land am Laufen – und erhalten dafür als
Belohnung weniger Geld. Das muss sich endlich ändern. Wir wollen beim
Gender Pay Gap nicht mehr länger zum Schlusslicht in der EU gehören“,
so Anderl.

Lohntransparenz ist ein zentraler Hebel für gerechte Einkommen.
Anderl: „Klar ist, dass ohne Transparenz die strukturelle
Benachteiligung von Frauen bestehen bleibt. Maßnahmen für mehr
Einkommensgerechtigkeit dürfen daher nicht weiter verzögert werden.“

Konkret fordert die AK:

+ Die rasche und konsequente Umsetzung der EU-Richtlinie – denn
mehr Klarheit über Einkommen schafft Fairness.

+ Transparenz bei allen Entgeltbestandteilen, inklusive Zulagen
und Boni.

+ Gehaltsinfos vor der Bewerbung, keine Fragen zum bisherigen
Einkommen.

+ Information über Durchschnittsgehälter bei vergleichbarer
Tätigkeit.