Wien (OTS) – Mit den Gefahren ausgehend von Lithium-Ionen-
(Li-Ion-)Akkus oder
Batterien sind Entsorgungsbetriebe und deren Mitarbeiter:innen in
ganz Österreich tagtäglich konfrontiert. Denn falsch entsorgt können
sie zu brennen beginnen oder gar explodieren. Ein aktueller Vorfall
in Innsbruck zeigt, welche Kräfte solche Energiespeicher freisetzen
können: In der Tiroler Landeshauptstadt ist unlängst in einer Wohnung
ein batteriebetriebener E-Scooter explodiert, sodass sogar Teile der
Mauer herausgerissen wurden und drei Menschen verletzt worden sind.
Eine besondere Gefährdung für Menschen, Gebäude und Umwelt geht
von falsch entsorgten Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus aus: Tag für
Tag werden tausende davon falsch entsorgt und landen etwa zusammen
mit den Geräten, in denen sie verbaut sind, im Restmüll. „Jede
einzelne falsche Entsorgung kann allerdings einen Brand oder gar eine
Explosion auslösen“, warnt Thomas Kasper, Obmann des Fachverbandes
Entsorgungs- und Ressourcenmanagement in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ). „Die Gefahr wird sogar als so groß eingeschätzt,
dass manche unserer Betriebe trotz High-Tech-Brandschutzvorkehrungen
nicht mehr versicherbar sind“, so der Branchensprecher.
Branchensprecher Kasper: „Richtige Entsorgung daher umso
wichtiger“
Umso wichtiger ist die richtige Entsorgung: Gebrauchte größere
Gerätebatterien und nicht beschädigte Li-Ion-Akkus können überall
dort kostenlos zurückgegeben werden, wo sie gekauft werden können.
Für kleine Batterien gibt es Sammelboxen beispielsweise in Super- und
Drogeriemärkten, im Elektrohandel oder in Baumärkten. Größere und
beschädigte Akkus müssen zu den kommunalen Sammelstellen der Städte
und Gemeinden: Dort ist man auch mit Elektro-Altgeräten mit und ohne
Akku an der richtigen Adresse.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des WKÖ-
Fachverbandes Entsorgungs- und Ressourcenmanagement bzw. auf der
Website der Initiative ‚Hermit Leer‘ .
Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus – doppelter Schaden durch
falsche Entsorgung
„Doch nicht nur die Brand- und Explosionsgefahr falsch entsorgter
Batterien und Akkus stellt ein Problem dar. Es gehen auch wertvolle
Rohstoffe verloren, die Recyclingbetriebe ansonsten aufbereiten und
in die Kreislaufwirtschaft rückführen würden“, ruft
Fachverbandsobmann Thomas Kasper in Erinnerung. „Daher sind wir in
Sachen Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung aktiv. Denn viele
Menschen wissen gar nicht, wo überall Batterien und Akkus verbaut
sind.“ (PWK169/JHR)