Wien (OTS) – Die schönsten Seiten des Land- und Stadtlebens: Im
Frühling geht es
mit Maggie Entenfellner wieder „Zurück zur Natur“, wenn neue Folgen
ab Sonntag, dem 26. April 2026, jeweils um 17.55 Uhr in ORF 2 und auf
ORF ON auf dem Programm stehen, die besondere Menschen und ihre
Beziehung zur Natur in den Blick rücken. Zum Auftakt ist die
Moderatorin unterwegs in Eisenstadt, wo sie die einzige
Schneidermeisterin der Stadt, zwei Köche in einer der ältesten
Gaststätten der burgenländischen Hauptstadt und Gärtner, die schon
seit 20 Jahren mit Nützlingen arbeiten, trifft. Schneiderin Reingard
Ruzicka ist bekannt für ihre nachhaltigen Ideen: Aus einem Brautkleid
wird heute ein Taufkleid. In der Gärtnerei Horvath, die in vierter
Generation von Heinz-Peter Schindler und seiner Partnerin Lisa Wagner
betrieben wird, werden die Überwinterungspflanzen der Eisenstädter im
beheizten Glashaus gepflegt. Paprika, Pörkölt und Palatschinke – für
Kennerinnen wie Maggie Entenfellner lässt sich schon erahnen, dass es
heute Hortobagy-Palatschinke bei Andreas Ruckendorfer gibt. Mehr von
Maggie Entenfellner ist außerdem bereits ab 16.00 Uhr in ORF 2 und
auf ORF ON beim Wiedersehen mit „Tierische Augenblicke“ zu sehen.
„Zurück zur Natur – Eisenstadt“ am 26. April um 17.55 Uhr in ORF
2 und auf ORF ON
Reingard Ruzicka hat sich im Untergeschoss ihres Hauses in
Eisenstadt ein Atelier eingerichtet. Mittlerweile ist sie die letzte
Schneidermeisterin der Stadt und kümmert sich ums Hosenkürzen und
Rockanpassen ebenso wie um das Entwerfen neuer Kleider. Sie arbeitet
fast immer mit wertigen Stoffen aus Naturfaser, denn nur da zahlt
sich ihrer Meinung nach der Einsatz der Handarbeit aus. Diesmal
verwertet die Schneiderin ein Brautkleid weiter, das sie für eine
Dame zur Hochzeit angepasst hat. Nachdem die Kundin bald ein Baby
bekommt, wird aus einem Teil des Brautkleides ein Taufkleid gemacht.
Heinz-Peter Schindler und Lisa Wagner haben einander an der
Gartenbauschule kennengelernt und sind seither beruflich wie privat
unzertrennlich. Die Gärtnerei Horvath – direkt in Eisenstadt – wurde
1933 von Heinz-Peters Vorfahren gegründet. Auf 1.600 Quadratmetern
werden Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen gezogen und floristische
Kreationen für Bälle und sonstige Veranstaltungen hergestellt. Die
Gärtnerei ist zwar kein Biobetrieb, aber Lisa Wagner und Heinz-Peter
Schindler arbeiten nach ökologischen Kriterien soweit möglich. Sie
verwenden keine giftigen Spritzmittel, sondern arbeiten mit
Nützlingen wie Schlupfwespen. Eines ihrer Glashäuser dient als
Winterquartier für kälteempfindliche Pflanzen der Eisenstädter. Dabei
muss man sehr vorsichtig sein, denn so manche:r Besitzer:in hat die
Früchte (wie Orangen oder Zitronen) auf der Pflanze genau abgezählt.
Andreas Ruckendorfer hat 2016 das Lokal seines Vaters Erich
übernommen, das jener vor über 40 Jahren eröffnet hat. Seither hat
sich viel verändert. Das Bierstüberl ist jetzt ein Restaurant, das
vorwiegend österreichische und pannonische Hausmannskost anbietet.
2025 wurde das Ruckendorfersche Wiener Schnitzel sogar zum besten des
Burgenlandes gekürt. Vater und Sohn sind ein eingespieltes Team.
Mangels Küchenpersonals kochen die beiden selbst und stehen vier Tage
die Woche gemeinsam in der Küche. Einen Generationenkonflikt gibt es
dabei nicht, denn Andreas Ruckendorfer ist froh über die Hilfe.