U5-Stationsumfeld Frankhplatz: Premiere für klimafitte Gestaltung der neuen U-Bahnvorplätze

Wien (OTS) – Staffelübergabe am Frankhplatz: Nachdem die Wiener
Linien mit ihrem
Arbeiten am Stationsgebäude fertig sind, startet die klimafitte
Gestaltung des Stationsumfeldes und damit die Gestaltung des ersten
der künftigen U-Bahnvorplätze des neuen Linienkreuzes U2xU5. So
entsteht bis zum Jahresende ein moderner, klimafitter
Mobilitätsknoten im Herzen des 9. Bezirks. Planungsstadträtin Ulli
Sima, Bezirksvorsteherin Saya Ahmad, Wiener Linien Geschäftsführerin
Alexandra Reinagl und NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic haben
heute den offiziellen Startschuss für die Gestaltung des ersten neuen
Stationsumfeldes gegeben.

„Es ist dies ein besonderer Moment, denn hier beginnt nach einer
langen Baustellenphase nun die Zukunft der neuen U-Bahnvorplätze in
unserer Stadt. Ausgehend vom Bau des neuen Linienkreuzes schaffen wir
nun zum Auftakt im Stationsumfeld des Frankhplatzes 5.000 m2 neue
Aufenthaltsfläche mit 16 neuen Bäumen und 40 neuen Sitzgelegenheiten,
Trinkbrunnen und Nebelstele – ein neues Wohnzimmer im Freien. Mit der
bereits umgestalteten Universitätsstraße und der künftigen
Oberflächengestaltung am Frankhplatz kann sich bereits gut erahnen
lassen, wie wir auch weitere, nach dem U-Bahn-Bau Schritt für Schritt
freiwerdende Flächen in der Stadt gestalten werden: mit großzügiger
Entsiegelung, Begrünung, neuen Bäumen und Platz für FußgängerInnen
und für Radwege“, so Planungsstadträtin Ulli Sima und bedankt sich
beim Bezirk für die guten Zusammenarbeit und bei den AnrainerInnen
für ihre Geduld während der Baustellenphase.

Fortsetzung nach Vorbild Universitätsstraße

Bereits 2024 erhielt die Universitätsstraße ein völlig neues
Gesicht: Die Oberfläche wurde mit einer erstklassigen Radverbindung
und 55 neuen Bäumen sowie Grünflächen neugestaltet. Der
Straßenquerschnitt wurde neu aufgeteilt, um optimale Bedingungen für
sicheres und komfortables Radfahren und bestmögliche Anbindungen für
den öffentlichen Verkehr zu schaffen. Komfortable, baulich getrennte
Radwege von Schottentor bis Frankhplatz machen seither die Fahrt auf
einer der schönsten Straßen Wiens zum puren Vergnügen. Am Frankhplatz
wird die Universitätsstraße zur Alser Straße. Auch hier wurde im
Vorjahr im Abschnitt zwischen Landesgerichtsstraße und
Wickenburggasse die Radinfrastruktur auf neuen Standard gebracht (
vielleicht besser „modernisiert“ oder auf den „neusten Stand
gebracht“). Insgesamt sind so auf rund 600 Metern neue hochwertige
Radverkehrsanlagen entstanden. Und dieses Jahr geht die Raus-aus-dem-
Asphalt-Offensive im U-Bahn-Umfeld beim Frankhplatz weiter. Zu
Jahresende soll das Stationsumfeld fertiggestellt sein.

Klimafitte Neugestaltung am Frankhplatz

Mit den fertigstellenden Arbeiten der Wiener Linien im
Stationsbereich entsteht nun ein völlig neues Straßenbild und
Platzgefühl. Bisher bestand der Frankhplatz mehr oder weniger aus
einer zugeparkten Nebenfahrbahn vor der österreichischen
Finanzmarktaufsicht. Diese Nebenfahrbahn wird aufgelassen. Für die am
angrenzenden Ostarrichi-Park gelegene Nationalbank wird eine
Ladezufahrt über die Garnisongasse ermöglicht.

Mit der Neugestaltung wird nicht nur genug Platz für den Aufgang
zur künftigen U-Bahn-Station gewonnen, auch Sitzgelegenheiten und
Tische sind eingeplant, um in Zukunft den Aufenthalt noch angenehmer
zu gestalten. Die bestehenden Baumscheiben, die den Platz von der
Fahrbahn und den Straßenbahngleisen trennen, werden mit einer
durchgehenden Grünfläche verbunden. Damit die Bäume und Pflanzen
optimale Wachstumsbedingungen vorfinden, werden alle Grünflächen mit
automatischer Bewässerung ausgestattet.

Am Frankhplatz entstehen mit zukunftsfitten Pflasterungen,
Entsiegelungen und weitläufigen Grünflächen fast 5.000 Quadratmeter
neue Aufenthaltsräume und eine fußgänger*innenfreundliche Oase im 9.
Bezirk. Konkret werden nun über 3.700 m2 Fläche nach dem Motto „Raus
aus dem Asphalt“ entsiegelt und wasserdurchlässig gepflastert,
weitere 1.100 m2 neue Grünflächen geschaffen. 16 Baum-Neupflanzungen
und rund 40 Sitzgelegenheiten vervollständigen das klimafitte
Freiluft-Wohnzimmer im Herzen Wiens. Die U5-Station Frankhplatz wird
über vier Zugänge – Frankhplatz/Garelligasse,
Schwarzspanierstraße/Garnisongasse, Universitätsstraße und
Landesgerichtsstraße (vor dem Landesgericht) – zu erreichen sein.

Garelligasse wird zur Fußgängerzone

Ein besonderes Highlight wird die Garelligasse, die vom
Frankhplatz zur Frankgasse im Zuge des U-Bahn-Baus auf Bezirkswunsch
zur Fußgänger*innenzone gestaltet wird. Neue Grünflächen mit 8 neuen
Bäumen und einer Nebelstele sorgen für Kühlung und Beschattung in den
kommenden heißen Sommermonaten. Gut platzierte Sitzgelegenheiten
laden zu einer Pause unterm Blätterdach ein.

„Ich bedanke mich herzlich bei den vielen Bürger*innen, die in
dem breiten Beteiligungsprozess für die Umgestaltung mitgewirkt
haben. Es freut mich sehr, dass wir die Wünsche der Alsergrunder*
innen nach einem klimafitten und verkehrsberuhigten Frankhplatz und
Umgebung jetzt umsetzen“, so Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

Vom U-Bahn-Aufgang in der Schwarzspanierstraße sind es künftig
nur 250 Meter zu den Straßenbahnlinien 37, 38, 40, 41 und 42. Die
Arbeiten werden auch hier zum Anlass genommen, die Oberfläche der
Straße großflächig und umfangreich umzugestalten. Pflasterung lässt
auch hier Regenwasser versickern, was die Kanalisation entlastet und
den umliegenden Bäumen notwendiges Wasser zuführt. Rund um die
vergrößerten Baumscheiben werden Sitzgelegenheiten situiert, die
künftig zum Verweilen im Schatten einlädt.

„Der Frankhplatz war über viele Jahre hinweg kein echter Platz,
sondern vielmehr ein neuralgischer Mobilitätsknoten – geprägt von
Asphaltflächen und einer ungenutzten Nebenfahrbahn. Bald zeigt sich
ein völlig neues Bild: Aus diesem funktionalen Verkehrspunkt wird ein
lebendiger Stadtraum. Das neue U-Bahnkreuz, sichere Radwege und
großzügige Fußgängerbereiche greifen dann wie selbstverständlich
ineinander und schaffen ein stimmiges Gesamtgefüge. Was hier
entsteht, ist exemplarisch für moderne Stadtentwicklung: eine
gelungene Verbindung aus zukunftsfähiger Mobilität, mehr Grünraum und
spürbar höherer Lebensqualität. Der Frankhplatz wird damit nicht nur
funktionaler, sondern auch schöner,“ so NEOS Wien Klubvorsitzende
Selma Arapovic.

U2xU5 größtes Klimaschutzprojekt für 300 Mio. zusätzliche
Fahrgäste pro Jahr

Die Innenausbauarbeiten an der U5-Station Frankhplatz schreiten
voran und auch an der Oberfläche haben die Aufnahmegebäude bereits
ihre Wandverkleidung erhalten. Mit der neuen U5 wird erstmals eine
vollautomatische U-Bahn für Wien gebaut. Die Station Frankhplatz ist
die erste komplett neu errichtete Station der neuen U-Bahn-Linie.
Sobald die U2 auf ihrer eigenen Strecke bis Matzleinsdorfer Platz
unterwegs ist, erfolgt 2030 die Inbetriebnahme der U5 zwischen
Karlsplatz und Frankhplatz.

„Der Bau der U5-Station Frankhplatz läuft auf Hochtouren. Ab der
baulichen Fertigstellung 2026 testen wir auf der neuen Strecke das
gesamte System, von den Gleisen bis zur Steuerung. Die Station
Frankhplatz ist ein zentraler Meilenstein für den weiteren Ausbau der
U5 nach Hernals. Zahlreiche Bauarbeiten im Untergrund und entlang der
Universitätsstraße konnten wir gebündelt umsetzen. Umso mehr freut es
mich, dass nun auch die klimafitte Oberflächengestaltung startet”,
sagt Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener
Linien.

Der Öffi-Ausbau U2xU5 ist das größte Klimaschutz- und
Infrastrukturprojekt Wiens und ein wichtiger Impulsgeber der
heimischen (Bau-)Wirtschaft. Mit 12 neuen U-Bahn-Stationen, sechs
neuen Öffi-Knoten und 11 Kilometern zusätzlicher Strecke wird das
Wiener U-Bahn-Netz noch leistungsfähiger und attraktiver. U2xU5
bietet Platz für bis zu 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr
und bringt ein jährliches CO₂-Einsparungspotential von bis zu 75.000
Tonnen.

Der Bau der ersten Baustufe der U5 bis Frankhplatz hat zentrale
bauliche und technische Voraussetzungen für den Öffi-Ausbau U2xU5
geschaffen: Die bestehende U2-Stammstrecke zwischen Karlsplatz und
Rathaus wurde umfassend modernisiert, die Bahnsteige mit
Bahnsteigtüren für den vollautomatischen Betrieb ausgestattet und die
Anbindung der neuen U5 beim Frankhplatz/Landesgerichtsstraße an das
bestehende U-Bahn-Netz umgesetzt. Der Baustart für die zweite
Baustufe der U5, mit den neuen Stationen U5 Arne-Karlsson-Park, U5xU6
Michelbeuern-AKH, U5 Elterleinplatz und U5xS Hernals ist für 2028,
jener für die Verlängerung der U2, mit den Stationen U2
Gußriegelstraße und U2 Wienerberg, für 2030 geplant.

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