Grüne Wien/Ellensohn, Wirnsberger: Stadtrechnungshofbericht zeigt: Mauer im Lainzer Tiergarten desolat

Wien (OTS) – Einen „über längere Abschnitte äußerst schlechten
Zustand“ attestiert
der Stadtrechnungshof der Mauer im Lainzer Tiergarten. Bei
Besichtigungen 2025 wurden umgekippte und durch Holzbeplankungen
ersetzte Mauerteile gefunden, Risse und großfläche Mauerabplatzungen,
starke Verwitterungen und vieles mehr – und das vor allem entlang des
beliebten Rundwanderweges „Rundumadum“. Der Stadtrechnungshof
wörtlich: „Das ursprünglich geplante Ziel, die Gesamtsanierung der
Lainzer Tiergartenmauer bis zum Jahr 2010 abzuschließen, wurde somit
nicht erreicht“. Die installierten Holzkonstruktionen, die die Mauer
vor dem Einsturz bewahren sollen, waren „durchgemorscht und
funktionslos“, so der Stadtrechnungshof. Weiters war die Funktion
einiger Mauerdurchlässe durch Verklausungen eingeschränkt, was dazu
führte, dass Oberflächenwasser nicht oder unzureichend abgeleitet
werden konnte – was eine weitere Schädigung der ohnehin schlechten
Fundamentierung der Mauer zur Folge hatte.

„Der Lainzer Tiergarten ist ein äußerst beliebtes Aufslugsziel der
Wiener:innen. Die Mauer um den Tiergarten hätte schon seit 15 Jahren
generalsaniert werden sollen, doch davon kann keine Rede sein. Wenn
Spaziergänger:innen oder Kinder in die Nähe der Mauer kommen, wie
etwa beim Dianator, könnte das gefährlich werden. Wir schließen uns
der Empfehlung des Stadtrechnungshofes nach der Erstellung eines
Gesamtsanierungskonzeptes an“, so Kontrollsprecher David Ellensohn
und Umweltsprecherin Tina Wirnsberger.