Wien (OTS) – Nach dem ESC-Finale in Wien setzt der Fonds Soziales
Wien (FSW) ein
weiteres starkes Zeichen für Inklusion und Vielfalt. Bei der bereits
dritten „Inklusiven Bühne” konnte das Publikum 12 Darbietungen von
zahlreichen Künstler:innen erleben – ein bunter Mix aus Tanz, Sketch,
Gesang, Poesie oder Reden.
Die Idee zur Veranstaltung entstand an der Wiener Schule für
Sozialberufe des FSW-Bildungszentrums. Sie bietet Menschen mit und
ohne Behinderung eine Bühne zur künstlerischen Entfaltung und sorgt
so für mehr Sichtbarkeit und Inklusion.
„In der Kunst geht es um den Ausdruck. Menschen mit Behinderung
sollen sich künstlerisch frei entfalten und ihre Perspektiven
sichtbar machen können. Als Fonds Soziales Wien ist es uns wichtig,
dass Menschen mit Behinderung eine starke Stimme haben, gesehen und
gehört werden. Genau darum schafft der FSW für seine rund 15.300 FSW-
Kund:innen in diesem Bereich Angebote, die sie dabei unterstützen,
ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen“ , sagt Anita Bauer,
FSW-Geschäftsführerin.
Durch das Programm führten Andreas Onea, international
erfolgreicher Para-Schwimmer, und Helena Steiner, Absolventin an der
Wiener Schule für Sozialberufe. Unterstützt wird die Veranstaltung
unter anderem vom „Chancen Nutzen“-Büro des ÖGB und von der FSW-
Partnerorganisation Jugend am Werk.
Kunst und Pädagogik verbinden: Auszubildende organisieren
„Inklusive Bühne“ mit
Die „Inklusive Bühne“ hat nicht nur künstlerischen, sondern auch
pädagogischen Mehrwert, denn sie ist in den Lehrplan für
Auszubildende an der Wiener Schule für Sozialberufe des FSW-
Bildungszentrums integriert: Angehende Fach-Sozialbetreuer:innen für
Behindertenarbeit koordinieren das Event als Teil ihrer zweijährigen
Ausbildung. Die neu ausgebildeten Fachkräfte können nach ihrem
Abschluss in vielfältigen Tätigkeitsfeldern arbeiten, unter anderem
im betreuten Wohnen, in Tagesstrukturen oder in der Arbeits- und
Freizeitassistenz.
Initiator der „Inklusiven Bühne“ ist Hans Lobitzer, Direktor der
Wiener Schule für Sozialberufe des FSW-Bildungszentrums. „Die
,Inklusive Bühne‘ zeigt, wie selbstverständlich Vielfalt auf einer
Bühne gelebt werden kann. Wenn Menschen mit und ohne Behinderung
gemeinsam auftreten, entstehen Begegnungen, die Berührungsängste
abbauen und Gemeinschaft stärken. Inklusion wird hier sichtbar und
erlebbar gemacht“ , zeigt sich Hans Lobitzer erfreut. Darüber hinaus
lernen die Auszubildenden, die in der Vorbereitung und Umsetzung
aktiv mitwirkten, mit noch mehr Praxisnähe. Gleichzeitig vernetzt
sich die Wiener Schule für Sozialberufe damit noch stärker im
Sozialbereich.
Über Behinderung und Inklusion im FSW
Der FSW unterstützt Menschen mit Behinderung bei einem möglichst
selbstbestimmten Leben und versorgt in diesem Bereich gemeinsam mit
78 Partnerorganisationen rund 15.300 FSW-Kund:innen in Wien. Das
Angebot reicht vom Teil- oder Vollbetreuten Wohnen, von der
Tagesstruktur über Berufsqualifizierung und Arbeitsintegration sowie
Mobilitätskonzepten und Fahrtendienst bis hin zur Frühförderung.
Zusätzlich hat der FSW Formate geschaffen, die die Selbstbestimmtheit
und Teilhabe der Zielgruppe fördern, darunter den jährlichen
Selbstvertretungs-Tag und den FSW-Kund:innen-Rat, ein gewähltes
Gremium aus FSW-Kund:innen mit Behinderung, das bei der
Angebotsentwicklung des FSW mitwirkt. Im Rahmen des Programms
„Inklusives Wien 2030“ setzt der FSW zudem zahlreiche Maßnahmen zur
Stärkung von Inklusion und Teilhabe.
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