Wien (OTS) – Der diesjährige „Young Austrian Engineers Contest“
(YAEC)
verzeichnete einen neuen Rekord: 245 Schülerinnen und Schüler aus 31
österreichischen HTLs reichten insgesamt 104 Projekte im Berich
digitale Produktentwicklung und Digitalisierung entlang der gesamten
Produktionskette ein. Der Wettbewerb entwickelte sich damit erneut zu
einer eindrucksvollen Leistungsschau des heimischen Technik-
Nachwuchses – mit innovativen Lösungen, hoher Praxisorientierung
sowie ausgeprägten fachlichen und transversalen Kompetenzen.
Auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr zeigte sich bei der
Preisverleihung im „Ars Electronica Center“ mit Hausherr Christoph
Kremer beeindruckt von der Qualität und Innovationskraft der
ausgezeichneten Projekte.
Die Preise wurden in den drei Wettbewerbskategorien „Young
Experts“ (3. Klasse HTL), „Advanced“ (4. Klasse HTL) und
„Professional“ (5. Klasse HTL, vorwiegend Diplomarbeiten) vergeben.
Zusätzlich wurden mehrere Sonderpreise für bereits erfolgreich
umgesetzte Projekte verliehen. Ein besonderer „Rookie Award“ ging an
eine Schülerin aus Wels für ihre herausragende technische Arbeit, die
Konstruktion einer additiv gefertigten 4×5-Planfilmkamera.
Der Wettbewerb unterstreicht einmal mehr die zentrale Rolle der
höheren technischen Schulen Österreichs für die Ausbildung
hochqualifizierter Fachkräfte in den Bereichen Maschinenbau,
Mechatronik, Digitalisierung und Automatisierung. Trotz rückläufiger
Geburten- und Schülerzahlen gelingt es den rund 75 Höheren
Technischen Lehranstalten in Österreich weiterhin, hervorragend
ausgebildete Absolventinnen und Absolventen hervorzubringen, die in
der Wirtschaft und Industrie dringend benötigt werden.
Ein wesentliches Ziel besteht darin, aktuelle Entwicklungen aus
Forschung, Lehre und Industrie rasch in den Unterricht zu integrieren
und damit den technischen Nachwuchs sowohl fachlich als auch
didaktisch auf höchstem Niveau auszubilden. Eine zentrale Rolle
spielt dabei die ministerielle Arbeitsgruppe „DigiPro“ unter der
Leitung von Wolfgang Pachatz vom Bildungsministerium sowie der
operativen Leitung von Andreas Probst. Probst verantwortet zugleich
die Organisation und ist Juryvorsitzender des YAEC, der 2026 bereits
zum 16. Mal stattfindet bei insgesamt mehr als 1000 Einreichungen.
Die beim Wettbewerb präsentierten Projekte zeigen eindrucksvoll,
wie erfolgreich diese Strategie ist. Vertreterinnen und Vertreter aus
Wirtschaft und Industrie würdigten insbesondere das hohe technische
Niveau, die Praxisnähe sowie die Innovationskraft der prämierten
Arbeiten.
Der „Young Austrian Engineers Contest“ gilt damit erneut als
starkes Signal für den Technologiestandort Österreich: Um
Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und Wohlstand
langfristig sichern zu können, braucht das Land auch künftig
exzellent ausgebildete Technikerinnen und Techniker sowie gezielte
Förderung technischer Bildung und Innovation.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des „YAEC2026“:
Kategorie „Young Experts“:
1. Shabir Hamraz von der HTBLA Graz-Gösting mit seinem „Drehtisch
mit Rollengang“ (Betreuer: Gerald Schönberger);
2. Max Habacht und Georg Wogowitsch von der HTBLA Hollabrunn mit
seiner „Vorderachse“ (Betreuer: Martin Striok);
3. Aleksander Chleifa von der HTBLA Eisenstadt mit seinem
„Einziehbaren Flugzeugfahrwerk“ (Betreuer: Raimund Trummer).
Kategorie „Advanced“:
1. Zhanpeng Xie von der HTBLA Graz-Gösting mit seinem
„Roboterarm“ (Betreuer: Erich Scheschy );
2. Louis Gurtner von der HTBLA Wr. Neustadt mit seinem
„Doppelteleskopischen Forstkran“ (Betreuer: Markus Doppler );
3. Paul Krawagner, Josef Lembacher, Johannes Scheidl und Jonas
Unterberger vom Francisco-Josephinum mit ihrer „Hackmaschine HBZ-450“
(Betreuer: Markus Bauer ).
Kategorie „Professional“:
1. Simon Michal und Andreas Ringhofer von der HTBLA Graz-Gösting
mit ihrem „Formel-1-Motor“ (Betreuer: Thomas Weberbauer );
2. Jonas Beer und Lukas Hubmann von der HTBLA Eisenstadt mit
ihrer „Entwicklung und Konstruktion eines kettengetriebenen Dumpers
mit innovativem Eigenbau-Getriebe“ (Betreuer: Raimund Trummer );
3. Martin Eder, Maximilian Hermann, Florian Lechner und Matthias
Schmid vom Francisco-Josephinum mit ihrem Projekt „FJ-Telescopix 7005
-LT“ (Betreuer: Markus Bauer, Andreas Hiesberger, Werner Kunz, Ewald
Luger ).
Kategorie „Realisierte Projekte“ (Sonderpreise):
Florian Schmidtgrabmer, Moritz Thumfahrt und Paul Radler von der
HTL Linz Litec mit dem Projekt „BobbyCar Pro – E-Mobilität für die
Kleinsten ganz groß gedacht“ (Betreuer: Markus Kaiserseder );
Matthias Eichinger, Timon Fabsich und Benedikt Habres vom TGM
Wien mit ihrem „Filament Recycler“ (Betreuer: Takuma Nezu );
Julian Fischer, Anton Gröbl, Daniel Netzer und Simon Walcher von
der HTBLA Eisenstadt mit der „Entwicklung eines Impeller-Jet-
Kitplanes ,VelocityX‘“ (Betreuer: Gerhard Probst );
Sebastian Dragschitz, Johannes Fabits und Leo Lentsch von der
HTBLA Eisenstadt mit einem „M&M Sorter“ (Betreuer: Markus
Guggenberger );
Bennet Bestmann, Andreas Pur, Paul Dworzack, Martin Fehringer und
Oskar Thurner vom TGM Wien mit ihrem „E-Cart – Celly“ (Betreuer:
Robert Hauß );
Linus Papousek, Neža Horvat und Chiara Zeiner von der HTBLA
Ferlach mit ihrem „Trinity Chair“ (Betreuer: Johannes Puinbroek ).
Kategorie „Rookie“ (Sonderpreis):
Lilia Finstermann von der HTBLA Wels mit ihrer „4×5 Kamera“ (
Betreuer: Christian Lehner ).
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at