Wien (OTS) – Anlässlich der ersten DACH-Konferenz in Wien zu
weiblicher
Genitalverstümmelung (FGM/C) betont Frauenministerin Eva-Maria
Holzleitner die hohe Priorität, die die Bekämpfung dieser schweren
Menschenrechtsverletzung für die Bundesregierung hat.
„FGM/C ist eine grausame Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
und eine schwere Menschenrechtsverletzung. Sie verletzt die
körperliche Unversehrtheit, die Gesundheit und das Recht auf
Selbstbestimmung der Betroffenen. Dieses Thema darf nicht tabuisiert
werden, sondern muss konsequent politisch adressiert werden“, so
Holzleitner.
Seit Jahren setzen sich verschiedene Organisationen für den
besseren Schutz gefährdeter Mädchen und Frauen sowie für eine
stärkere Unterstützung Betroffener ein und werden dabei auch auf
politischer Ebene unterstützt. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen
Gewalt an Frauen und Mädchen wurde FGM/C nun umfassend und mit
konkreten Maßnahmen und Zuständigkeiten der jeweiligen Ressorts
verankert. Unter anderem wird ein Schutzbrief nach internationalem
Vorbild erarbeitet, die FGM/C-Koordinationsstelle wird abgesichert
und ausgebaut und es werden Verbesserungen in der Datengrundlage,
Prävention und Information im Rahmen des Eltern-Kind-Passes
umgesetzt.
„Die Bundesregierung nimmt die Bekämpfung von FGM/C sehr ernst.
Der Nationale Aktionsplan macht aus politischem Willen verbindliche
Verantwortung. Prävention, Opferschutz und verlässliche medizinische
wie psychosoziale Versorgung der Betroffenen werden so über
Ressortgrenzen hinweg abgesichert und ausgebaut. Wir stärken damit
die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen und verhindern, dass sie
dieser Gewalt ausgesetzt werden“, hält die Frauenministerin
abschließend fest.