APG Netzausbauvorhaben Westtirol – Zell/Ziller: EU-Förderzusage über 1,02 Millionen Euro

Wien (OTS) – Die Europäische Kommission fördert im Rahmen des
aktuellen CEF-Energy
-Fördercalls insgesamt rund 650 Mio. Euro in 14 grenzüberschreitenden
Energieinfrastrukturprojekten – darunter auch die vorbereitenden
Planungs- und Testarbeiten für das Austrian Power Grid Projekt
Westtirol – Zell/Ziller.

EU honoriert Innovation im Rahmen des Projekts Westtirol –
Zell/Ziller

Die Energiewirtschaft ist hochkomplex und im Wandel begriffen. In
einer Branche, die sich im Spannungsfeld zwischen Leistbarkeit,
Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit bewegt, sind
kontinuierliche Weiterentwicklung und Innovation der Schlüssel für
eine gesamthafte, versorgungssichere und kosteneffiziente
Transformation des Energiesystems und Basis für einen starken
Wirtschafts- und Lebensstandort.

Das Projekt Westtirol – Zell/Ziller umfasst die Aufrüstung der
bestehenden 220-kV-Leitung auf ein Leiterseil mit Karbonkern sowie
die Errichtung eines zusätzlichen 220/380-kV-Transformators.
Insbesondere durch den innovativen Ansatz der Verwendung von
Karbonseilen wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der
Übertragungskapazität des Netzes geleistet.

„Die nun zugesprochene CEF-Förderung spiegelt den hohen Grad der
Anerkennung seitens der EU für die zukunftsorientierten Vorhaben der
APG wider“ unterstreicht Gerhard Christiner, Vorstandssprecher von
Austrian Power Grid (APG).

Das Netzausbauvorhaben Westtirol – Zell/Ziller ist Teil des APG-
Netzentwicklungsplans, der den konkreten Ausbaupfad für Österreichs
Strominfrastruktur zeigt und Investitionen in der Höhe von rund 9
Milliarden Euro in den Um- und Ausbau des Netzes in den kommenden
zehn Jahren vorsieht.

Der Abschluss des bereits laufenden Vorprojekts ist für Mai 2029
geplant.

Netzausbau als maßgeblicher Faktor

Gerade in einer Phase massiv steigender Anforderungen an das
Stromsystem ist die Nutzung europäischer Förderinstrumente bzw. die
EU-Kofinanzierung des konkreten Vorhabens ein wesentlicher Hebel, um
den Netzausbau weiter voranzutreiben und die Energiewende
versorgungssicher und leistbar umzusetzen.

„Der rasche Ausbau der Netzinfrastruktur ist der Schlüsselfaktor,
um nachhaltig preisgünstigen Strom für Österreichs Wirtschaft und
Industrie verfügbar zu machen, die hohe Qualität von
Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Erneuerbaren
energiewirtschaftlich effizient managebar zu machen. Er ist eine
elementare Voraussetzung für einen starken Wirtschafts- und
Industriestandort“ betont Gerhard Christiner.

Beitrag zum integrierten EU-Strommarkt

Über das österreichische Höchstspannungsnetz wird aufgrund seiner
zentralen Lage im Herzen Europas Strom aus dem ganzen Kontinent
transportiert, wodurch alle Projekte der Austrian Power Grid eine
europäische Dimension innehaben und die Netzausbauvorhaben der APG
für die Vernetzung ins europäische Ausland von Bedeutung sind.

Das Vorhaben „Internal line between Westtirol – Zell/Ziller (AT)“
ist als Project of Common Interest (PCI 2.1.3) im europäischen TENE-
Rahmen verankert und Teil des Korridors „North-South electricity
interconnections in Central Eastern and South Eastern Europe“,
Cluster „Austria – Germany“. Auch mit dieser inner-österreichischen
Leitung wird ein großer Beitrag zum integrierten EU-Strommarkt
erbracht.

Die nun zugesagte CEF-Förderung ist als Zuschuss für die Planungs
– und Testarbeiten (Grant for Studies) ausgewiesen und unterstützt
damit die weitere Konkretisierung und Umsetzung des Vorhabens.

Anmerkung: Finanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten
Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich jene des Autors
und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union wider.
Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür
verantwortlich gemacht werden.

Über Austrian Power Grid (APG)

Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026
(2025:595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind
Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der
Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2034 rund 9
Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.

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