Graz (OTS) – Eine eben veröffentlichte Forschungsarbeit
(veröffentlicht auf der
Wissenschafts-Plattform Zenodo unter
https://doi.org/10.5281/zenodo.20572759 ) des in Graz lebenden
Physikers Radko Pavlovec stellt einen Zusammenhang zwischen der
Entwicklung des Energieungleichgewichtes der Erde (Earth Energy
Imbalance, EEI) und der gemessenen Durchschnittstemperatur (Global
Surface Average Temperature, GSAT) auf der Erde fest. In der nunmehr
vorliegenden Studie wird das jahrelange Rätsel um die Diskrepanz
zwischen dem Anstieg der Earth´s Energy Imbalance (EEI) um 40% und
die weitaus geringere Zunahme des RF-Antriebs durch
Treibhausgasemissionen (Effective radiative Forcing, ERF) um 14%
geklärt, deren enorme Differenz auch im gestern veröffentlichten IGCC
-Report angesprochen wurde, aber nicht erklärt werden konnte.
In der Studie zeigt sich, dass die Temperatur einen quadratischen
Term der Zeitabhängigkeit aufweist und dass der bisher für Prognosen
verwendete lineare Zusammenhang zwischen kumulierten CO 2 -Emissionen
und dem Temperaturanstieg nicht mehr als gültig angesehen werden
kann. Die im Rahmen der Studie abgeleitete repräsentative
Temperaturfunktion ermöglicht die exakte Darstellung der bisherigen
Entwicklung sowie eine valide Prognose der künftigen Temperatur-
Entwicklung. Die Analyse der EEI-Entwicklung hat gezeigt, dass der
Rückgang der Erd-Albedo (Rückstrahl-Vermögen der Erde) bereits ab dem
Jahr 2000 zum führenden Antrieb der Erd-Erhitzung wurde. Die
Anwendung der Temperaturfunktion zeigt, dass wesentliche
Temperaturgrenzen wie die 2 Grad Celsius-Grenze bereits 2034 und
damit bedeutend früher überschritten werden als im IPPC-Bericht AR6
erwartet (2047). Dies hat zur Konsequenz, dass die aktuellen
Klimamodelle entsprechend überarbeitet werden müssen. Die in der
Studie festgestellte massive Beschleunigung des Temperaturanstiegs
erfordert sowohl eine möglichst rasche Dekarbonisierung als auch
zusätzliche Maßnahmen zur Albedo-Erhöhung, um die Temperatur zu
stabilisieren.
Download-Link zur Studie: https://doi.org/10.5281/zenodo.20572759
„Mir ist aufgefallen, dass sich die tatsächliche
Temperaturentwicklung immer weiter von den IPCC-Prognosen (AR5 und
AR6) entfernt. Mit Hilfe der im Rahmen der Studie ermittelten
repräsentativen Temperaturfunktion T CS kann die Frage nach der
Beschleunigung des Temperaturanstieges in den Jahren 2023-2024, die
in den letzten Monaten Gegenstand von Studien und Diskussionen war,
eindeutig beantwortet werden“, so Studien-Autor Pavlovec.
Radko Pavlovec
Radko Pavlovec, geboren 1962 in Tschechien, studierte Technische
Physik an der Technischen Universität Wien. Er war für diverse NGO`s
im Energiebereich sowie von 1998 bis 2010 als Anti-Atom-Beauftragter
des Landes Oberösterreich tätig. Seit 2012 betreibt er systematische
wissenschaftliche Forschung im Bereich Klimastabilisierung und Erd-
Erhitzung.
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