Sprögnitz/Wien (OTS) – Am 17. Juni findet im EU-Parlament die
Abstimmung zum künftigen
Umgang von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT) statt. Enkeltaugliches
Österreich (ETÖ) fordert die EU-Parlamentarier:innen dazu auf, das
Gesetz in derzeitiger Form abzulehnen und für Abänderungsanträge zu
stimmen, die zentrale Prinzipien einer transparenten und fairen
Lebensmittelwirtschaft darstellen: durchgehende Kennzeichnung von NGT
-Produkten vom Saatgut bis ins Regal, lückenlose Rückverfolgbarkeit
und Risikoprüfung, sowie ein wirksamer Schutz vor Patenten auf NGT-
Pflanzen und -Saatgut.
ETÖ sieht die akute Gefahr, dass durch den vorliegenden
Gesetzesentwurf die Transparenz in der Lebensmittelproduktion
geschwächt wird. „Ohne durchgehende Kennzeichnung wird die Freiheit
zur selbstbestimmten Entscheidung beim Griff ins Lebensmittel-Regal
in der Praxis ausgehebelt. Das wiederum untergräbt das Vertrauen der
Konsument:innen in die Lebensmittelbranche“, betont Markus Leithner,
Strategischer Leiter von ETÖ.
Zudem würden nach dem derzeitigen Stand die Kosten für
Kontrollen, Absicherung und mögliche Kontaminationen jene
Marktteilnehmer:innen tragen, die sich bewusst für Gentechnik-freie
Produktion entscheiden. „Das wäre eine massive Belastung für die Bio-
und die Gentechnikfrei-Branche. Hier braucht es Rechtssicherheit, um
fairen Wettbewerb und einen funktionierenden Markt sicherzustellen“,
so Leithner abschließend.