Wien (OTS) – Die österreichische öffentliche Verwaltung steht vor der
Herausforderung, ihre Finanzierung und ihre internen Prozesse mit dem
Ziel einer langfristigen Budgetstabilität zu optimieren. Jede elfte
befragte Organisation in Österreich (9 %) im öffentlichen Bereich
sieht einen sehr hohen Veränderungs- und Reformdruck. Geht man
stärker ins Detail, wird deutlich, dass sich vor allem Organisationen
im Bereich Stadt und Gemeinde (30 %) sehr großem Druck ausgesetzt
fühlen, hingegen verspürt ein Drittel der Unternehmen im öffentlichen
Eigentum, Kammern und Innungen einen sehr bzw. geringen Veränderungs-
und Reformdruck (32 %).
Dominiert werden die Agenda der befragten Organisationen vor
allem von den Themen Finanzierung (sehr wichtig für 58 %) sowie
Einsparungen allgemein (55 %). Am anderen Ende der Prioritäten-Skala
rangieren Personalreduktion (nur für 7 % sehr wichtig) und Reduktion
der genutzten Büroflächen (9 %).
„Vor allem Stadt und Gemeinde kämpfen mit einem sehr hohen bzw.
hohen Budgetdruck – nämlich 79 Prozent der Befragten. Während die
Sicherung der Finanzierung und allgemeine Einsparungen ganz oben auf
der Agenda stehen, werden drastische Einschnitte beim Personal oder
der Infrastruktur kaum als zielführend angesehen. Der Fokus liegt
sichtlich auf einer internen Effizienzsteigerung, ohne die Substanz
der Organisation zu gefährden“, so Christoph Harreither, Leiter des
Bereichs Government & Public Services bei EY Österreich.
Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Verwaltung“ der Prüfungs-
und Beratungsorganisation EY, für die im Februar und März 2026 173
Organisationen aus dem Bereich Bund/Länder/Gemeinden sowie
österreichische Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden aus dem
öffentlichen Sektor befragt wurden.
Zwtl.: Veränderungsbereitschaft mäßig trotz Druck
Daraus resultiert, dass viele einen ganz genauen Blick auf
Effizienzsteigerung werfen – und da zeige sich viel Luft nach oben,
fasst Harreither zusammen. Denn: Nur die Hälfte der
Verwaltungsorganisationen (46 %) ist mit der bis jetzt erzielten
Verbesserung von Effizienz und Servicequalität zufrieden, die größte
Zufriedenheit zeigt sich bei Unternehmen im öffentlichen Eigentum,
Kammern und Innungen (21 % sehr zufrieden). Fast jede Organisation
ortet mehr oder weniger großes Potenzial bei der Effizienz der
Prozesse im Förderwesen – nur fünf Prozent bezeichnen ihre Prozesse
als sehr effizient, weitere 17 Prozent als eher effizient.
Die vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier .