Wien (OTS) – „Die Inflation liegt mit 3,7 Prozent weiterhin auf sehr
hohem Niveau.
Das trifft vor allem Geringverdiener:innen aber auch die Mitte der
Gesellschaft. Ausgerechnet bei jenen Menschen, die ohnehin ihr
gesamtes Einkommen für Miete, Lebensmittel, Energie und andere
laufende Ausgaben brauchen, keine finanziellen Reserven haben und
deshalb besonders von der Inflation betroffen sind, kürzt die
Bundesregierung mit dem neuen Doppelbudget besonder stark“, reagiert
der Budgetsprecher der Grünen, Jakob Schwarz, auf die heute
veröffentlichten Inflationszahlen.
„Eine teilzeitbeschäftigte Alleinerzieherin, ein Arbeitnehmer mit
niedrigem Einkommen oder eine Pensionistin mit kleiner Pension spürt
die Preissteigerungen jeden Monat unmittelbar. Wenn die Preise
deutlich stärker steigen als die Einkommen, braucht es eine
Entlastung. Die Regierung macht jedoch genau das Gegenteil: Sie setzt
die Valorisierung wichtiger Familien- und Sozialleistungen aus,
erhöht die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für
Geringverdiener:innen und kürzt bei älteren Arbeitssuchenden.
Gleichzeitig bleiben Superreiche weiterhin verschont. Das ist weder
gerecht noch wirtschaftlich sinnvoll.“
Die aktuellen Inflationszahlen verdeutlichen die Grüne Kritik am
Doppelbudget. „Wer bei Menschen spart, die jeden Euro für den
täglichen Lebensunterhalt brauchen, verschärft die Auswirkungen der
Teuerung zusätzlich. Die heutige Inflationszahl zeigt einmal mehr wie
fehlgeleitet die Budgetpolitik der Bundesregierung ist“, betont
Schwarz.