Mehr Respekt für Wiens Schulen: Erfolgsprogramm geht weiter

Wien (OTS) – Kinder und Jugendliche, Lehrende und Direktor*innen
verbringen viel
Zeit in der Schule. Und auch Eltern oder Erziehungsberechtigte sind
mit den Schulen ihrer Kinder und deren Schulalltag eng verwoben. Mit
dem Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ gibt es intensive und
maßgeschneiderte Unterstützung an und für Schulstandorte.

„Respekt: Gemeinsam stärker“ ist ein von der Wiener
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling und Stadträtin Elke Hanel-
Torsch initiiertes Programm, das vom Verein Wiener Jugendzentren
umgesetzt wird. Seit dem Start des Programms konnten insgesamt 40
Wiener Schulen ihre Herausforderungen benennen und bekamen zum Thema
passend, Rat und Tat von Expert*innen zur Seite gestellt. Die
eingemeldeten Themen seitens der Schulen waren unter anderem Mobbing,
Gewalt oder Diskriminierung aus religiösen oder sexuellen Motiven,
sowie Klassenzusammenhalt aber auch der Umgang miteinander.

Im Schuljahr 2025/26 gab es laut dem Verein Wiener Jugendzentren
5.121 Schüler*innen-Kontakte in insgesamt 247 Workshopeinheiten zu
verschiedenen Themen sowie 412 Lehrenden-Kontakte in 52
Fortbildungen. (Stand 08.06.2026)

Zehn weitere „Respekt-Schulen“ ab Herbst

Das Erfolgsprogramm „Respekt: Gemeinsam stärker“ wird ausgebaut
und im Herbst fortgesetzt – an zehn weiteren Schulen im nächsten
Schuljahr.

„Dass wir ‚Respekt: Gemeinsam stärker‘ weiter ausbauen, zeigt,
wie wichtig dieses Programm für unsere Schulen ist und wie gut es an
den Standorten ankommt. Es bringt Unterstützung direkt dorthin, wo
sie gebraucht wird, in die Klassenzimmer. Es geht dabei um mehr als
Gewaltpräventio, es geht um Zusammenhalt, gegenseitige Anerkennung
und einen selbstverständlichen Umgang mit Vielfalt. Das ist die
Grundlage für ein gutes Miteinander an unseren Schulen. Mein Dank
gilt allen, die das möglich machen, den Schulen, den Lehrenden und
den Expert*innen der Jugendarbeit, und ganz besonders den Schüler*
innen, die sich mit so viel Engagement einbringen,“ betont
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.

Wichtiger Beitrag zur Stärkung des Klassengefühls und des
Selbstwerts der Kinder

“Im Theaterpädagogischen Workshop wurden nicht nur Teamgeist und
Zusammenhalt gestärkt, sondern auch individuelle Stärken sichtbar.
Besonders bemerkenswert war, dass bei dem einen oder anderen Kind
bisher verborgene schauspielerische Talente zum Vorschein kamen, die
sowohl die Gruppe als auch die Lehrkräfte positiv überraschten.
Gerade für diese Klasse war der Workshop von besonderer Bedeutung, da
viele der Kinder im schulischen Alltag häufig hören, was sie noch
nicht können oder woran sie arbeiten müssen. Im Theaterworkshop
hingegen standen ihre Fähigkeiten, ihr Mut und ihre Kreativität im
Mittelpunkt. Die Kinder erhielten viel positives Feedback, was ihr
Selbstvertrauen stärkte, und ihnen zeigte, dass sie über wertvolle
Kompetenzen verfügen.”, so lautet das Feedback einer Lehrperson an
einer Schule im 10. Wiener Gemeindebezirk, die in diesem Schuljahr
Teil des „Respekt-Programmes“ war.

Das Ziel vom „Respekt: Gemeinsam stärker“ ist damit benannt:
Schulen werden, begleitet durch externe Expert*innen und für die
Schule maßgeschneiderte Angebotsprogramme, zu Orten des Respekts, an
denen Angst und Gewalt keinen Platz haben und an denen der
Schulalltag von einer Haltung gegenseitiger Anerkennung und Akzeptanz
geprägt ist.

„Respekt ist das Um und Auf für das soziale Miteinander in
unserer Gesellschaft. Mit dem Projekt „Respekt – Gemeinsam stärker“
setzen wir bereits in der Schule an. Also an einem Ort, an dem auch
das Zusammenhalten außerhalb des Elternhauses erlernt wird. Wien ist
die Stadt der Mädchen und Frauen. Es muss für alle Mädchen möglich
sein, ihre eigenen Wege zu gehen, Möglichkeiten zu ergreifen und aus
Chancen zu wählen. Dafür ist es umso wichtiger, dass der
zwischenmenschliche Respekt auch geschlechterübergreifend jederzeit
gelebt wird.“ so Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch.

Eine wichtige Säule des „Respekt-Programmes“ ist unter anderem
die Stärkung von Lehrenden durch die Vermittlung von
Interventionsmöglichkeiten und Methoden für alltägliche
Herausforderungen im Schulalltag. Ein gutes Beispiel hierfür sind
jene Fortbildungen, welche konkretes Handwerkzeug vermitteln, um
Konflikte im Klassenzimmer zu moderieren, Mobbing zu stoppen und
präventiv zu verhindern.

Lehrer*innen und Schüler*innen zeigen sich gleichermaßen
begeistert

Auch für die Schüler*innen gab es zahlreiche Angebote, sich mit
Gewaltprävention, Konflikten, Abwertungen, Streit und Mobbing
auseinanderzusetzen.

“Der Workshop hat uns mal dazu gebracht auch über andere Dinge
nachzudenken als Schule und Noten. Sie haben kreative Ideen gehabt
und es hat auch Spaß gemacht!” und “Mir hat das Spielen Spaß gemacht
und ich habe gelernt, wie man ein Streit löst.”, meldeten zwei
Schüler*innen nach einem Workshop zu Gewaltprävention zurück.

Neben klassischen Fortbildungs- und Workshopformaten für Lehrende
und Schüler*innen setzt das Programm auf erlebnispädagogische und
kreative Angebote, welche soziales Lernen, Selbstwertgefühl,
Gruppendynamiken und Kooperations-, sowie Kompromissfähigkeit
fördern.

Der Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer, Gleichberechtigung,
Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen und Identitäten sind an
jeder Schule Thema und daher auch zentral bei „Respekt: Gemeinsam
stärker“.

„Wiener Schulen sind Orte des Lernens und des respektvollen
Miteinanders. Kinder und Jugendliche erlernen hier, dass Vielfalt
eine Stärke ist und Konflikte konstruktiv gelöst werden können. Das
Programm „Respekt- Gemeinsam stärker“ setzt kinder- und
jugendlichengerecht in den Schulen an und stärkt Schülerinnen und
Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen gleichermaßen. Ich freue mich,
dass dieses erfolgreiche Angebot im kommenden Schuljahr an weiteren
Wiener Schulen fortgesetzt wird“, betont Bildungsdirektorin für Wien
Elisabeth Fuchs.

Da das „Respekt-Programm“ Schule als Gesamtsystem betrachtet,
werden auch Eltern mit Angeboten adressiert. In diesem Durchgang gab
es unterschiedliche Formate für Eltern, wobei die Bekanntmachung von
Unterstützungseinrichtungen im Bezirk oder darüber hinaus im Fokus
stand.

“Durch die standortspezifischen Angebote und Befragungen zu
Beginn des Schuljahres kann das Respekt Programm genau da ansetzten,
wo es am dringendsten benötigt wird. Ich freue mich sehr, dass wir
mittlerweile 40 Schulen in ganz Wien unterstützen konnten.
Gesellschaftliche Herausforderungen, Krisen und Kriege fordern Kinder
und Jugendliche – wir unterstützen, wo es geht. Schöne gemeinsame
Erlebnisse und lustvolles Tun stellt Gemeinsamkeiten in den
Mittelpunkt. Vielfalt ist eine Ressource, die es zu nutzen gilt.” ,
so Programmleitung Anja Gerhartl vom Verein Wiener Jugendzentren.

Schule und Jugendarbeit – ein guter Match

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es „Respekt: Gemeinsam stärker“
ein Anliegen, die Jugendeinrichtungen im jeweiligen Bezirk eng mit
der Schule zu vernetzen, um eine umfassende Begleitung junger
Menschen in ihrem Heranwachsen zu sichern. Umso erfreulicher ist es,
dass die meisten Schulen diese Vernetzung sehr begrüßten und eine
anhaltende Zusammenarbeit mit den Jugendeinrichtungen anstreben.

Nach erfolgter Evaluierung wird das „Respekt-Programm“ mit 10
neuen Schulen im Schuljahr 2026/27 fortgesetzt. „Respekt: Gemeinsam
stärker“, bleibt das Motto.