Wien (OTS) – Bei der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie wird
der nächste
Schritt gesetzt. Aufbauend auf praxistauglichen freiwilligen Modellen
sollen einheitliche Regeln für eine flächendeckende Lösung entwickelt
werden. Für den Österreichischen Bauernbund ist damit eine klare
Richtung vorgegeben. Gäste sollen künftig erkennen können, woher
Fleisch, Milch und Eier auf ihrem Teller stammen.
„Es beginnt eine neue Zeit für die Transparenz von Lebensmitteln
in der Gastronomie. Wer im Wirtshaus bestellt, soll wissen, woher
Fleisch, Milch und Eier auf dem Teller stammen. Aufbauend auf
praxistauglichen freiwilligen Modellen entwickeln wir einheitliche
Regeln für eine flächendeckende Lösung, die in der Gastronomie
tatsächlich funktioniert. So wird die Leistung unserer bäuerlichen
Familienbetriebe sichtbar und die bewusste Entscheidung für heimische
Qualität möglich. Für die Bäuerinnen und Bauern mehr Fairness und für
die Konsumenten mehr Transparenz – das ist unser Ziel“, betont
Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser .
„Viele Wirtinnen und Wirte setzen bereits heute bewusst auf
Lebensmittel aus Österreich und tragen damit wesentlich zur
regionalen Wertschöpfung bei. Sie sind wichtige Partner der
heimischen Landwirtschaft und bringen österreichische Qualität mit
viel Engagement auf die Teller ihrer Gäste. Auf diesem starken
Fundament soll nun gemeinsam aufgebaut und die Herkunft von
Lebensmitteln noch klarer sichtbar gemacht werden“, so Strasser .
Zwtl.: Flächendeckende und einheitliche Lösung als Ziel
Bestehende Initiativen wie „Gut zu wissen“ liefern wichtige
Erfahrungen für eine einfache und praxistaugliche
Herkunftskennzeichnung. Gemeinsam mit Gastronomie, Landwirtschaft,
Verarbeitung, Lebensmittelhandel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastro
-Großhandel werden diese Modelle nun zur Praxisreife gebracht und
weiterentwickelt.
Auf dieser Grundlage soll eine flächendeckende und einheitliche
Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie in einem tragfähigen Rahmen
verankert werden. Vorgesehen ist eine schrittweise Umsetzung für
Fleisch, Milch und Eier nach dem Modell „AT – EU – Non-EU“.
„Entscheidend ist, dass ein System entsteht, das für die Gäste
verständlich ist, in der Gastronomie funktioniert und tatsächlich in
der Breite wirkt. Einheitliche Regeln schaffen Klarheit und sorgen
dafür, dass Herkunft verlässlich sichtbar wird“, erklärt Strasser .
Zwtl.: Heimische Qualität sichtbar machen
Österreichs bäuerliche Familienbetriebe produzieren Lebensmittel
nach hohen Qualitäts-, Umwelt- und Tierwohlstandards. Eine klare
Herkunftskennzeichnung macht diese Leistungen sichtbar und ermöglicht
den Konsumenten eine bewusste Entscheidung für heimische
Lebensmittel.
„Unsere Bauernfamilien leisten tagtäglich einen unverzichtbaren
Beitrag zur Lebensmittelversorgung und zur Wertschöpfung in den
Regionen. Wer diese Leistungen stärken will, muss den Menschen
zeigen, woher die Lebensmittel auf ihrem Teller kommen. Transparenz
schafft Vertrauen und sorgt für mehr Fairness im Wettbewerb“, so
Strasser .
Zwtl.: Praxistaugliche Umsetzung im Mittelpunkt
Bei der Ausgestaltung sollen bestehende Nachweis- und
Dokumentationssysteme berücksichtigt werden. Digitale Schnittstellen
zu gängigen Warenwirtschaftssystemen sollen eine möglichst
weitgehende automatisierte Übernahme von Herkunftsdaten ermöglichen.
„Landwirtschaft und Gastronomie sind starke Partner. Jetzt geht
es darum, gemeinsam eine Lösung zu entwickeln, die einfach anwendbar
und wirtschaftlich tragfähig ist. So schaffen wir mehr Transparenz
für die Gäste und stärken gleichzeitig die heimische Landwirtschaft
und Gastronomie“, so Strasser abschließend.