E-Control: Wichtige Weichenstellungen für das Stromsystem der Zukunft

Wien (OTS) – Am 25. März 2026 hat das neue Vorstandsduo der
E-Control, bestehend
aus Alfons Haber und Michael Strebl, seinen Dienst angetreten und
zieht nun eine erste Bilanz. Der Beginn der Amtszeit war geprägt von
geopolitischen Krisen, volatilen Energiemärkten und neuen
regulatorischen Aufgaben. Gleichzeitig wurden wichtige
Weichenstellungen für den österreichischen Energiemarkt gestellt, um
dieses transparenter und zukunftsfit zu gestalten.

„Die letzten Monate haben einmal mehr gezeigt, wie eng
internationale Entwicklungen mit der heimischen Energieversorgung
verknüpft sind. Unser Auftrag ist es, Versorgungssicherheit und
funktionierende Märkte auch in herausfordernden Zeiten
sicherzustellen, Verbesserungen für die Konsument:innen auf den Weg
zu bringen und gleichzeitig die Energiewende aktiv zu begleiten.“

Alfons Haber und Michael Strebl, Vorstand E-Control

Zwtl.: Märkte bleiben relativ stabil

Die globalen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten haben
einmal mehr die Bedeutung einer resilienten Energieversorgung vor
Augen geführt. Österreich kann sich von wirtschaftlichen folgen durch
weltweite Krisen nicht abschotten. Trotzdem blieben die Auswirkungen
auf österreichische Strom- und Gaspreise bisher vergleichsweise
moderat. Neue gesetzliche Kompetenzen ermöglichen es der E-Control,
künftig Risiken noch früher zu erkennen und rascher einzugreifen.
Dazu zählen unter anderem verpflichtende Stresstests für
Stromlieferanten sowie erweiterte Möglichkeiten zur Marktaufsicht.

Zwtl.: Mehr Vorteile für Konsument:innen

Durch das Elektrizitätswirtschaftsgesetzt ElWG werden die
Vorteile für Konsument:innen weiter ausgebaut. So sollen
beispielsweise Musterrechnungen für mehr Transparenz und
Verständlichkeit sorgen, und auch der Schutz der Kund:innen vor
vertragslosen Versorgungssituationen wurde neu geregelt. Wichtig
bleibt, sich mit den eigenen Strom- und Gastarifen
auseinanderzusetzen, mit dem Tarifkalkulator einen Vergleich
anzustellen und den Lieferanten zu wechseln.

Zwtl.: Die Energiewende braucht neue Regeln

Auf den Weg gebracht wurde auch bereits eine Neugestaltung der
Systemnutzungsentgelte – die größte Reform im Stromsystem der
vergangenen Jahre. Diese Reform ist die Antwort auf ein grundlegend
verändertes Stromsystem mit dezentraler Erzeugung und flexiblen
Verbraucher:innen.. Sie ist das Ergebnis eines fast zehnjährigen
Entwicklungsprozesses und verfolgt die Ziele der
Verursachungsgerechtigkeit, der Förderung von Flexibilität, eines
effizienten Netzausbaus und der Integration neuer Technologien.
Künftig sollen Kund:innen, stärker davon profitieren, wenn sie Strom
so verbrauchen oder speichern, dass das Netz entlastet werden kann.
Ein Schwerpunkt der kommenden Monate liegt nun auf der Umsetzung der
neuen Struktur.

„Ein koordinierter Netzausbau wird künftig noch wichtiger. Daher
kommt aus Sicht der E-Control dem ÖNIP, also dem Integrierten
Österreichischen Netzinfrastrukturplan, immer größere Bedeutung zu.
Denn eines ist klar: jede Leitung, die nicht gebaut werden muss,
hilft Kosten zu sparen.“

Michael Strebl, Vorstand E-Control

Zwtl.: Versorgungssicherheit bleibt auf der Agenda

Auch für den kommenden Winter sieht die E-Control Österreich gut
vorberietet. Die Gasspeicher werden planmäßig befüllt (der
Speicherstand liegt mit Stand 14. Juli bei mehr als 57%) und auch die
strategische Gasreserve wurde verlängert.

In den kommenden Monaten gilt es, die nächsten Weichenstellungen
vorzunehmen, um Österreich Schritt für Schritt in eine erneuerbare,
sichere und leistbare Energiezukunft zu führen. Unsere Intention
bleibt unverändert: wir schaffen faire Rahmenbedingungen für einen
funktionierenden Energiemarkt. Das bedeutet Versorgungssicherheit,
Wettbewerb, Konsumentenschutz und eine Energiewende, die langfristig
leistbar bleibt.“

Alfons Haber und Michael Strebl, Vorstand E-Control

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