Wien (OTS) – Vor 40 Jahren verabschiedete die
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
mit der Ottawa-Charta ein Grundsatzdokument, das das Verständnis von
Gesundheit nachhaltig erweitert hat. Darin wird postuliert, dass
Gesundheit primär im Alltag der Menschen entsteht – dort, wo sie
wohnen, lernen, leben und arbeiten. Mit diesem Lebenswelten-Ansatz
legte die Ottawa-Charta zugleich den Grundstein für die moderne
Gesundheitsförderung. Bis heute bildet sie somit auch eine
wesentliche Grundlage für die Arbeit der Gesundheit Österreich (GÖG)
.
Gesundheitsministerin Schumann betont: „Die Ottawa-Charta war ein
Wendepunkt unseres heutigen Verständnisses von Gesundheit. Sie macht
deutlich, dass Gesundheit nicht nur im Gesundheitssystem entsteht,
sondern im Alltag der Menschen. Faktoren wie Lebensweise, soziale
Bedingungen und Umwelt spielen dabei eine zentrale Rolle. Genau dort
setzt Gesundheitsförderung an.“
Auch Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig unterstreicht
die Bedeutung: „Die Ottawa-Charta gilt als Meilenstein der
Gesundheitsförderung und ist zugleich ein starkes politisches Signal
für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie steht für Prävention,
Chancengleichheit, Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung und
verdeutlicht vor allem, dass Gesundheit auch von den
Lebensbedingungen abhängt.“
Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) – einer von drei
Geschäftsbereichen der Gesundheit Österreich – arbeitet seit seiner
Gründung im Jahr 1998 Jahren daran, die Prinzipien der Ottawa-Charta
in Österreich mit Leben zu erfüllen. Als Kompetenz- und Förderstelle
unterstützt der FGÖ Projekte, die gesundheitsförderliche Lebenswelten
schaffen und zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit beitragen.
Zwtl.: Weltgesundheitstag 2026: Gemeinsam für Gesundheit – auf Basis
von Wissenschaft
Anlässlich des Weltgesundheitstag 2026 rückt heuer das Motto
„Together for health. Stand with science“ die zentrale Rolle von
Wissenschaft und internationaler Zusammenarbeit in den Fokus. Ziel
ist es, das Vertrauen in evidenzbasierte Entscheidungen zu stärken
und wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent für die Förderung der
Gesundheit zu nutzen.
Die GÖG trägt als wissenschaftlich tätige Organisation wesentlich
dazu bei, fundierte Grundlagen für eine wirksame Gesundheitsförderung
zu schaffen. Durch die Aufbereitung von Daten, Evidenz und
wissenschaftlichen Erkenntnissen unterstützt sie Politik und Praxis
dabei, wirksame Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Der FGÖ hat
seit seiner Gründung im Jahr 1998 dabei eine tragende Rolle.
Geschäftsführer Herwig Ostermann erklärt: „Gesundheitsförderung
muss in Österreich dauerhaft Teil der gesundheitspolitischen
Steuerung bleiben. Die GÖG verbindet dafür strategische Entwicklung,
fachliche Begleitung und die Unterstützung konkreter Maßnahmen –
damit aus Grundsätzen wirksame Praxis wird.“