AK Jugendmonitor: Wenn Zuversicht vom Kontostand abhängt, läuft in Österreich etwas gewaltig schief

Wien (OTS) – „Es ist ein Alarmsignal für unsere Gesellschaft, wenn
sogar Hoffnung
und Optimismus vom Geldbörsel der Eltern abhängen. Wer jung ist, will
sich etwas aufbauen – doch immer mehr junge Menschen erleben, dass
ihnen genau das verwehrt wird. Das ist keine persönliche Krise,
sondern politisches Versagen“, sagt Laura Zandonella, stv.
Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ),
anlässlich des heute präsentierten AK Jugendmonitors.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Für 39 Prozent der jungen
Menschen sind die steigenden Lebenshaltungskosten das dringendste
politische Problem, 24 Prozent fordern bessere Bildung, Ausbildung
und sichere Arbeitsplätze. Gleichzeitig zeigt der Jugendmonitor, dass
nur 38 Prozent der finanziell schlechter gestellten jungen Menschen
optimistisch in ihre Zukunft blicken – bei den finanziell gut
abgesicherten sind es 82 Prozent.

„Es darf nicht die soziale Lage darüber entscheiden, ob junge
Menschen an ihre Zukunft glauben können. Wer sich keine Ausbildung
leisten kann, keinen leistbaren Wohnraum findet oder von einem
befristeten Job zum nächsten rutscht, verliert nicht nur Chancen,
sondern auch Vertrauen in Politik und Demokratie“, so Zandonella.

Die ÖGJ fordert deshalb entschlossene Maßnahmen gegen die
Teuerung, mehr Investitionen in Bildung und Ausbildung, ausreichend
leistbaren Wohnraum, sichere und faire Arbeitsplätze sowie echte
Mitbestimmung für junge Menschen.

„Junge Menschen wollen nicht auf bessere Zeiten warten – sie
wollen ihre Zukunft selbst gestalten und mitbestimmen. Dafür braucht
es eine Politik, die ihnen Perspektiven gibt, statt ihnen ständig
neue Hürden in den Weg zu stellen. Wer die Zuversicht einer ganzen
Generation verspielt, gefährdet den sozialen Zusammenhalt von
morgen“, betont Zandonella abschließend.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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