Wien (OTS) – An den schönsten Orten Österreichs sind in den
vergangenen Jahren
unzählige Chaletdörfer und Apartmentresorts aus dem Boden geschossen.
Immobilien galten als sichere Wertanlage – und Österreich war bei
heimischen wie internationalen Investoren begehrt. In manchen
Alpentälern und an beliebten Seen leben heute bereits mehr
Zweitwohnsitzbesitzer als Einheimische. Viele Menschen wollten diese
Entwicklung nicht länger hinnehmen. Quer durchs Land regte sich
Widerstand gegen immer neue Luxusprojekte, Protestbewegungen
entstanden, einige Bundesländer verschärften ihre Gesetze.
Doch mit der anhaltenden Krise am Immobilienmarkt ist die Lage
gekippt: Steigende Baukosten, hohe Zinsen und fehlende Investoren
bringen immer mehr Projektentwickler in Bedrängnis. Baustellen stehen
still, Arbeiten werden unterbrochen – Projekte bleiben unvollendet.
Wälder wurden gerodet, Wiesen verbaut – doch die versprochene
Wertschöpfung für die Region bleibt oft aus: kaum neue Arbeitsplätze,
dafür immer häufiger Millionenpleiten. Was aber passiert mit jenen
Anlagen, die nicht fertiggestellt werden? Anrainerinnen und Anrainer
befürchten verlassene Bauruinen und Geistersiedlungen – und fordern
politische Konsequenzen.
Seit Jahren begleitet „Am Schauplatz“-Reporterin Nora Zoglauer
Immobilienprojekte im ganzen Land, die besonders viel Widerstand
ausgelöst haben – in ihrer Reportage „Bauruine statt Luxusresort“
zeigt sie am Donnerstag, dem 29. Jänner 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2
und auf ORF ON, was bleibt, wenn Investoren aussteigen und das große
Versprechen zerbricht.