Wien (OTS) – Der Arbeitsplatz Autobahn ist gefährlich. Das zeigt
einmal mehr die
traurige Unfall-Statistik. Bei sechs Unfällen waren im Jahr 2025
Mitarbeitende der ASFINAG involviert, während sie auf der Autobahn
ihrer Arbeit nachgingen. In den vergangenen fünf Jahren waren es
insgesamt 48 Unfälle, bei denen mehrere ASFINAG-Mitarbeiter schwer
und einer sogar tödlich verletzt wurden. Beim ÖAMTC kam im Jahr 2024
ein Mitarbeiter ums Leben. Die Hauptursachen für Unfälle sind
Unachtsamkeit und Ablenkung. Meist ist es das Handy, mit dem während
der Fahrt hantiert wird, wie auch eine Umfrage von IFES bestätigte.
Ein Drittel der Befragten gab dabei zu, Nachrichten auf dem
Mobiltelefon während der Fahrt zu lesen oder sogar zu schreiben.
Am Montag startete die ASFINAG daher mit Verkehrsminister Peter
Hanke und dem ÖAMTC die Verkehrssicherheits-Kampagne „Meine Mama/mein
Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst.“ Botschafter
sind die Kinder der Mitarbeitenden. Sie verdeutlichen emotional, dass
hinter allen Tätigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen
Menschen stehen, die für die Allgemeinheit im Einsatz sind. Menschen,
die wieder sicher zu ihren Familien nach Hause kommen wollen.
„Ablenkung ist die häufigste Ursache tödlicher Unfälle“, betont
Verkehrsminister Peter Hanke. „Deshalb brauchen wir
Bewusstseinsbildung, moderne Sicherheitstechnologien und mehr
Rücksicht gegenüber den Menschen, die täglich auf unseren Autobahnen
im Einsatz sind. Die ASFINAG setzt bereits viele wichtige Maßnahmen
zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unterstützen wir
sie dabei mit verantwortungsvollem Verhalten am Steuer.“
„Aktuell testen wir ein KI-basiertes Kollisionswarn-System. Aber
der größte Hebel für mehr Sicherheit ist der Mensch“, ergänzt ASFINAG
-Vorstand Hartwig Hufnagl. „Unsere Botschaft ist einfach: Danke, dass
ihr aufpasst, damit die Mamas und Papas, aber auch Söhne und Töchter,
die in der ASFINAG arbeiten, wieder sicher nach Hause zu ihren
Familien kommen.“
Und ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik: „Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in Pannenhilfe und Abschleppdienst sind rund um die Uhr
auf Österreichs Straßen unterwegs und unterstützen Menschen in
Notsituationen. An erster Stelle steht dabei immer die Sicherheit für
alle Beteiligten – dafür setzen wir uns gemeinsam ein.“
Pilotprojekt Kollisionswarnung mit Hilfe von KI
ASFINAG und ÖAMTC testen derzeit ein KI-basiertes System, das
Arbeiten unter Verkehr noch sicherer machen soll. Eine Kamera erkennt
Fahrzeuge ab etwa 300 Meter Entfernung, die KI analysiert deren
Fahrweg und warnt rechtzeitig bei einer möglichen Kollision.
Der Alarm erfolgt dabei doppelt. Ein Hupsignal warnt den Lenker
oder die Lenkerin. Und die Mitarbeitenden auf der Straße tragen ein
kleines Gerät am Oberarm beziehungsweise nah am Körper, das stark zu
vibrieren beginnt. Für den Fall einer Kollision haben sie so ein paar
Sekunden mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.
Die ASFINAG hat sechs dieser Kameras seit dem Vorjahr im Einsatz,
weitere 21 Kollisionswarner werden ab Juni gekauft. Der Testbetrieb
läuft bis Ende 2026. Sind die Ergebnisse positiv, wird das System
flächendeckend ausgerollt. Der ÖAMTC hat derzeit im Rahmen einer
Pilotphase ebenfalls elf Fahrzeuge mit dem System ausgestattet und
testet die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem
Burgenland.
Die Kampagne „Danke, dass du aufpasst“
Mit der Kampagne wollen die ASFINAG und der ÖAMTC allen
Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern verdeutlichen, dass
hinter den Tätigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen Menschen
stehen. Dabei setzt man bewusst auf eine starke Bildsprache. Diese
ASFINAG-Kampagne, die der ÖAMTC in diesem Jahr aufgreift, soll
positive Gefühle erzeugen, nicht belehren. Erreicht wird das mittels
Plakaten entlang des gesamten Streckennetzes sowie Kurz-Videos – mit
Kindern von ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem
Slogan: „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du
aufpasst“. Bei der ASFINAG runden Inserate, Radiospots und ein
starker Schwerpunkt auf den Social Media-Kanälen die emotionale
Kampagne ab.
Die honorarfreien Fotos und Videos sowie weitere Informationen
zum Download finden Sie hier:
https://mediendb.asfinag.at/s/OsAg1mSt