AVISO – Online-PK: Diskurs. Das Wissenschaftsnetz und GLOBAL 2000: Kreislaufwirtschaft gegen Welterschöpfung

Wien, 20.3. (OTS) – Der österreichische Welterschöpfungstag ist
dieses Jahr am 2. April.
Alle Ressourcen für das gesamte Jahr sind rechnerisch aufgebraucht –
ab dann leben wir auf Pump. Die aktuellen Abhängigkeiten von seltenen
Erden sowie von Öl und Gas machen uns verwundbar, zerstören Klima und
Umwelt und vernichten regionale Jobs. Diese Art der Wirtschaft ist
weder ökologisch noch wirtschaftlich lange tragfähig.

Ein Ausweg lautet Kreislaufwirtschaft: Ressourcen länger nutzen,
Abfälle vermeiden und Materialien im Umlauf halten. Österreich könnte
damit nicht nur seine Abhängigkeit vom weltweiten Energiemarkt,
sondern auch seine Emissionen verringern und gleichzeitig die
regionale Wirtschaft stärken.

Diskurs. Das Wissenschaftsnetz und die Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000 laden zu einer Online-PK

Mittwoch, 25. März um 10 Uhr via ZOOM

– Dominik Wiedenhofer, Universität für Bodenkultur, über
Kreislaufwirtschaft als Hebel im Klimaschutz

– Lukas Richter, Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten
und WU Wien, über Kreislaufwirtschaft und soziale Ungleichheit

– Anna Leitner, Sprecherin für Ressourcen / GLOBAL 2000, über einen
Entwurf für ein Kreislaufwirtschaftsgesetz

Wir präsentieren zwei aktuelle Studien zu den konkreten
Potenzialen der Kreislaufwirtschaft und einen Entwurf für ein
Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Experten analysieren Potentiale und
Grenzen der Kreislaufwirtschaft in Hinblick auf ökologische,
wirtschaftliche und soziale Faktoren und stellen aus
wissenschaftlicher Perspektive konkrete Maßnahmen für Politik und
Wirtschaft vor. Aktuelle Forschung zeigt: besonders effektiv ist die
Kreislaufwirtschaft vor allem in Kombination mit der Dekarbonisierung
von Energieversorgung und Industrie. Die Studien berücksichtigen
dabei auch Soziales: Leistbarkeit kann sowohl Antrieb als auch
Barriere sein. Politische Maßnahmen zur Schaffung von Strukturen, die
für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich und bezahlbar sind, sind also
essentiell zur Erreichung sowohl ökologischer als auch sozialer
Ziele.

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