Wien (OTS) – Am Dienstag, 3. März 2026, treten die Beschäftigten der
oberösterreichischen Ordensspitäler erneut in einen ganztägigen
Streik (5:30–19:30 Uhr). Nach sechs Kollektivvertrags-
Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein akzeptables Angebot der
Arbeitgeber vor – insbesondere bei der dringend notwendigen
Arbeitszeitverkürzung gab es kaum Bewegung. Mit dem zweiten Streik
adressieren die Beschäftigten verstärkt auch die politischen
Entscheidungsträger. Das Land Oberösterreich finanziert die
Ordensspitäler maßgeblich. Insbesondere Gesundheitslandesrätin LH-
Stv.in Christine Haberlander ist gefordert, Verantwortung zu
übernehmen und einer Lösung den Weg zu ebnen.
Orden stellen sich gegen verantwortungsvolle Streikplanung
In mehreren Häusern berichten Beschäftigte darüber, dass ihre
Streikbereitschaft nicht ernst genommen wird. So zum Beispiel bei den
Barmherzigen Schwestern in Linz. „Wir haben fristgerecht unseren
Ärzt:innen und unserer Geschäftsführung mitgeteilt, dass unser Team
am Dienstag streiken wird und deshalb für die Dauer des Streiks
geplante Aufnahmen verschoben werden müssen. Alles andere wäre
verantwortungslos den Patientinnen gegenüber. Akute Fälle versorgen
wir natürlich“, so die Pflegekräfte einer Station. Ihr Hilferuf wird
allerdings nicht gehört: Laut aktuellem Stand will das Haus die volle
Station mit nur einem Bruchteil des Personals am Laufen halten.
„Dieses Verhalten ist für uns nicht nachvollziehbar und sicher nicht
im Sinne der Patient:innen. Auf unserer Station, so wie im ganzen
Haus, sind sowieso schon lange Betten gesperrt – aufgrund von
Personalmangel! Wir wollen, dass sich das endlich ändert, deshalb
streiken wir am Dienstag. Wir erwarten, dass dementsprechend geplante
Aufnahmen verschoben werden und wir unser Recht auf Streik ausüben
können“, betonen die Beschäftigten. Angesichts berichteter Drohungen
und Einschüchterungen sind sie außerdem überrascht, mit welcher Härte
und Brutalität gegen ihre eigenen Mitarbeiter:innen vorgehen.
Der Streik dauert an allen acht Standorten den gesamten Tag. In
Linz, Wels und Grieskirchen finden zusätzlich öffentliche
Streikversammlungen statt, zu denen Medienvertreter:innen herzlich
eingeladen sind. Interviews sind auch vor und nach den Versammlungen
möglich.
Öffentliche Streikversammlungen am 3. März
Linz:
10:15 Uhr Treffpunkt Martin-Luther-Platz
11:30–12:30 Uhr Streikversammlung am Pfarrplatz
Wels:
10:30–11:00 Uhr Versammlung im Kreisverkehr Wels
Grieskirchen:
10:00 Uhr mobile Streikversammlung über den Stadtplatz
Ansprechpersonen für Medien im Rahmen des Streiks:
Andreas Stangl , Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich und
ÖGB-Landesvorsitzender
→ 07:00 – 07:30 Uhr, Elisabethinen in Linz
Gerald Mjka , stv. Vorsitzender der Gewerkschaft vida
→ 07:00 – 9:00 Uhr, Klinikum Wels
→ 10:00 – 12:30 Uhr, Streikversammlung in Linz
Gerhard Siegl , Landesvorsitzender der Gewerkschaft vida
→ ab 10:30 Uhr, Streikversammlung in Wels
→ 14:00 Uhr, Krankenhaus Sierning
Martina Reischenböck , KV-Verhandlerin der Gewerkschaft vida
→ 11:00–13:00 Uhr, Streikversammlung in Linz