„Bewusst gesund“ über Schwindeltherapie bei Morbus Menière

Wien (OTS) – Dr. Christine Reiler präsentiert im
ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst
gesund“ am Samstag, dem 27. Dezember 2025, um 17.30 Uhr in ORF 2 und
auf ORF ON folgende Beiträge:

Schwindeltherapie bei Morbus Menière

Morbus Menière wurde erstmals im Jahr 1861 vom französischen
Ohrenarzt Prosper Menière beschrieben. Darunter versteht man heute
eine im Innenohr lokalisierte Erkrankung, die zu heftigen
Schwindelattacken führen kann. Begleiterscheinungen sind ein
Druckgefühl im Ohr, Tinnitus und zunehmender Hörverlust. Da die
genaue Ursache von Morbus Menière weiterhin unbekannt ist, zielt die
Therapie in erster Linie darauf ab, die Auswirkungen der Erkrankung
zu mildern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen. Wie
jene von Ilse Erözbek – sie erzählt von ihrer langjährigen Angst, in
der Öffentlichkeit einen Schwindelanfall zu erleiden, den Passanten
oft nicht deuten können. Neben medikamentösen und minimalinvasiven
Behandlungen hat ihr auch die sogenannte vestibuläre
Rehabilitationstherapie mit gezielten Übungen geholfen, das
Gleichgewichtsorgan zu trainieren und mehr Sicherheit im Alltag zu
bekommen. Gestaltung: Marie-Christine Kollos

Studiogespräch: Medizinischer Ausblick

Das Jahr 2026 dürfte aus medizinischer Sicht ein ebenso intensives
Jahr wie 2025 werden – zahlreiche Innovationen kommen auf uns zu. Im
Fokus stehen vielversprechende Entwicklungen bei chronischen
Lebererkrankungen, Fortschritte bei der Prävention von Herz-Kreislauf
-Erkrankungen und Diabetes sowie neue Medikamente zur Behandlung von
Adipositas. Nach der Abnehmspritze Wegovy soll nun auch eine
monatliche Abnehmpille zugelassen werden. Gleichzeitig werden
Forschung, Diagnostik und Versorgung durch personalisierte Medizin
und durch die Anwendungen künstlicher Intelligenz nachhaltig
verändert. Der Ausbau digitaler Angebote, insbesondere die
Weiterentwicklung zentraler Gesundheitsservices, soll Patientinnen
und Patienten einen schnelleren und gezielteren Zugang zur
medizinischen Versorgung ermöglichen. Was uns im Gesundheitsbereich
im Jahr 2026 noch erwartet, erläutert Prof. Dr. Igor Grabovac, Public
-Health-Experte, MedUni Wien.

Aphten – was hilft gegen die schmerzenden Flecken im Mund?

Aphten sind kein ernsthaftes Gesundheitsproblem, können aber höchst
unangenehm werden. Die weißen Flecken auf der Mundschleimhaut,
eigentlich kleine Geschwüre oder Defekte, verursachen Schmerzen. Das
kann für Betroffene das Essen zur Qual machen. Obwohl in der
Bevölkerung weit verbreitet, sind sogenannte Aphten für die Medizin
immer noch ein wenig rätselhaft, weil der genaue
Entstehungsmechanismus ungeklärt ist. Infektionen oder kleine
Verletzungen im Mund können eine Rolle spielen sowie ein Mangel an
Vitamin B oder Eisen, Hormonstörungen, Stress oder
Unverträglichkeiten – etwa gegen Lebensmittel oder Zahncremes. Eine
echte Therapie gibt es nicht. Neben Medikamenten zur lokalen
Anwendung wie leichten Cortison-Präparaten werden auch gerne
Hausmittel verwendet: Kamillentee, Aloe-Vera-Saft, Nelken- oder
Teebaumöl sollen die Beschwerden lindern, was jedoch medizinisch
nicht belegt ist. Gestaltung: Christian Kugler

„Bewusst gesund“-Tipp: Leaky Gut – gibt es das wirklich?

Das Phänomen des sogenannten „Leaky Gut“ – übersetzt durchlässiger
Darm – ist derzeit, vor allem in den sozialen Medien, ein sehr
präsentes Thema. Beim Leaky-Gut-Syndrom soll die Barrierefunktion der
Darmschleimhaut im Bereich des Dünndarms gestört sein, sodass
Krankheitserreger wie Bakterien und unvollständig verdaute Partikel
aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen und diverse Erkrankungen
auslösen. Eine bestimmte Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsmittel
sollen dagegen helfen. Die wissenschaftliche Evidenz fehlt jedoch für
dieses Syndrom, das nicht als Erkrankung anerkannt ist, sondern eher
als Folge anderer krankhafter Prozesse im Körper gesehen wird,
erläutert Prof. Dr. Siegfried Meryn.

Bikram Yoga – „Hot“ durch den Winter

Den Körper nach den Feiertagen und bei ungemütlich kalten
Außentemperaturen wieder in Schwung zu bringen, ist gar nicht so
einfach. Eine Möglichkeit ist Bikram Yoga, auch Hot Yoga genannt: In
einem beheizten Trainingsraum bei rund 40 Grad fließt hier der
Schweiß. Praktiziert wird eine festgelegte Abfolge von 26 Yoga-
Übungen und zwei Atemübungen. Die Wärme fördert die Durchblutung,
unterstützt die Beweglichkeit und hilft dabei, Verspannungen zu
lösen. Gleichzeitig werden Muskeln gestärkt, der Stoffwechsel
angeregt und das Immunsystem aktiviert – ideale Voraussetzungen, um
gesund und vital durch die Wintermonate zu kommen. Gestaltung:
Stefanie Zupan