Wien (OTS) – Die Behörden verfolgen den innovativen Schweinebetrieb
der Brüder
Hubmann bei St. Pölten schon seit Jahren. Die beiden halten die
Schweine am Acker im Zelt auf Naturboden und einer dicken Strohmatte.
Offenbar weil diese Haltung so simpel und massentauglich, aber auch
gleichzeitig eine so immense Verbesserung für das Tierwohl weg vom
Vollspaltenboden ist, versucht man seitens der Schweineindustrie und
ihrer Verbündeter in den Behörden, den Hubmanns das Leben schwer zu
machen und dieses Pionierprojekt zu vernichten. Da gibt es Verfahren
der BH wegen einer angeblich drohenden Grundwasserverschmutzung, die
weder jemals aufgetreten ist, noch gedroht hat. Da gibt es Verfahren
der Gemeinde, weil man die Zelte für Gebäude hält, die willkürlich
nicht genehmigt werden. Und jetzt auch noch wegen Tierquälerei. Der
Bürgermeister von Hafnerbach gibt an, er habe im Schweinebetrieb von
Thomas Hubmann beim Vorbeigehen frierende Ferkel gesehen. Er fordert
in einem Schreiben die BH auf, wegen Tierquälerei zu ermitteln.
Besonders absurd: er zeigt nach genau jenem Paragraph an, nach dem
der VGT gerade 1025 Anzeigen gegen Schweinefabriken in der Steiermark
eingebracht hat: der Liegebereich sei nicht physisch und
temperaturmäßig angenehm! Obwohl die Schweine dort auf Stroh in einer
Box zusammengekuschelt liegen können, während sie auf
Vollspaltenboden auf einer steinharten Betonfläche mit scharfkantigen
Spalten liegen müssen! Letzteres zeigt er aber nicht an, trotzdem es
ihm bekannt sein muss!
VGT-Obperson DDr. Martin Balluch kennt den Betrieb Hubmann
mittlerweile sehr gut: „Nach mehr als einem Dutzend Besuche dieses
Betriebs, sowohl im kältesten Winter als auch bei großer Hitze im
Sommer, habe ich mich überzeugt, dass diese Haltungsform die mit
Abstand beste für die Schweine ist. Die Schweine haben einen
Liegekomfort, sie können wühlen, kleinere Strecken laufen, haben eine
Suhle, können Kotplatz vom Schlafplatz trennen und sind immer an der
frischen Luft und der Sonne. Schweine auf Vollspaltenboden haben gar
nichts dagegen. Es ist wirklich absurd, dass der Bürgermeister von
Hafnerbach, der spätestens seit den Bauverhandlungen die
Schweinefabriken mit Vollspaltenboden in seiner Gemeinde kennen
müsste, die Freilandhaltung wegen Tierleids anzeigt, anstatt die
Haltung auf Vollspaltenboden. Genau diese Norm, die er gegen die
Hubmanns zur Anzeige brachte, wird von keiner der Schweinefabriken
erfüllt. Dort gibt es keinen Liegebereich, geschweige denn einen
sauberen und angenehmen. Diese Anzeige ist ein neuer Höhepunkt in der
Eskalation von Schweineindustrie und Behörden gegen eine
Haltungsform, der die Zukunft gehören muss!“
Pressefotos (Copyright: VGT.at)