DER ALIMENTARIUS 2026: Begehrter Wissenschaftspreis an vier junge Forscherinnen und Forscher verliehen

Wien (OTS) – Der österreichische Wissenschaftspreis „DER
ALIMENTARIUS“ zeichnete
auch heuer wieder herausragende junge Forscherinnen und Forscher aus.
Angesichts der außergewöhnlich hohen Qualität der Einreichungen
vergab der Wissenschaftliche Beirat der Fachzeitschrift DIE ERNÄHRUNG
sowohl in der Kategorie Dissertation als auch Masterarbeit jeweils
zwei ex aequo erste Plätze. Damit stehen 2026 gleich vier
Preisträgerinnen und Preisträger für exzellente wissenschaftliche
Leistungen im Rampenlicht. „Wir gratulieren herzlich zu diesem
bemerkenswerten Erfolg! Die Auszeichnung junger Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler, die sich mit zentralen Zukunftsfragen der
Lebensmittel- und Ernährungswissenschaft beschäftigen, ist uns ein
besonderes Anliegen“ , freuten sich GD Mag. Stephan Büttner und Mag.
Katharina Koßdorff , Herausgeber der Fachzeitschrift DIE ERNÄHRUNG .
Die diesjährige Preisverleihung fand am 10. Juni 2026 im festlichen
Ambiente des VIENNABallhauses statt.

Zwtl.: Wenn Fakten angezweifelt werden: Aigners Appell für starke
Wissenschaftskommunikation

Mit einer ebenso pointierten wie eindringlichen Keynote
begeisterte Dr. Florian Aigner (TU Wien) die Gäste. Der Physiker und
Wissenschaftspublizist stellte dabei die zunehmende
Wissenschaftsskepsis in den Mittelpunkt und zeigte auf, wie sehr
gezielte Desinformation, Fake News und die rasante Entwicklung
Künstlicher Intelligenz das Vertrauen in wissenschaftliche
Erkenntnisse unter Druck setzen. Umso wichtiger sei eine
verständliche und transparente Wissenschaftskommunikation, die
Orientierung bietet und Vertrauen stärkt. Sein Fazit: Wissenschaft
ist vernetztes, gemeinsames Forschen – zum Nutzen der gesamten
Gesellschaft.

Zwtl.: DER ALIMENTARIUS 2026: Innovationen für Backen, Tiergesundheit
und glutenfreie Produkte

Der 1. Platz in der Rubrik Dissertation ging ex aequo an Dr. nat.
techn. Kate Waldert M.Sc., B.Sc. und PhD Cameron Robert Strachan ,
Hon. BSc.

Kate Waldert untersuchte in ihrer Forschungsarbeit an der BOKU
University das Potenzial des Ohmschen Backens als energieeffiziente
Alternative in der Weizenbrotherstellung. Dabei analysierte sie
insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Produkt und Prozess beim
Einsatz direkter elektrischer Erwärmung anstelle herkömmlicher
Heißluftverfahren, mit einem besonderen Fokus auf die
Qualitätsparameter des Brotes.

Cameron Robert Strachan hat in seiner Dissertation an der
Veterinärmedizinischen Universität Wien die mikrobielle
Populationsgenomik im Wiederkäuer-Pansen und die Bedeutung des
gesunden Mikrobioms für die Tiergesundheit untersucht. Denn nur
gesunde Tiere liefern gesunde Lebensmittel.

Der 1. Platz in der Rubrik Masterarbeit wurde ex aequo an DI
Katherina Telser und an DI Esther Weninger vergeben:

Katherina Telser untersuchte in ihrer Arbeit an der BOKU
University den Einsatz von Maiskleie in glutenfreien Broten. Dabei
zeigte sich, dass deren Funktionalisierung die technologischen und
sensorischen Eigenschaften deutlich verbessert. Weitere Optimierungen
könnten auch Lebensmittelabfälle reduzieren.

Esther Weninger untersuchte in ihrer Forschung an der BOKU
University die Fraktionierung von Nackthafer mit dem Ziel,
funktionelle Bestandteile wie Proteine und Arabinoxylane für
glutenfreie Anwendungen anzureichern. Die Kombination aus
Trockenfraktionierung und Kleieschleuder erwies sich dabei als
effektives Verfahren zur Herstellung nährstoffreicher Haferfraktionen
für verbesserte glutenfreie Produkte.

Die Würdigung der vier Preisträgerinnen und Preisträger erfolgte
durch Laudatorinnen und Laudatoren aus dem Mitgliederkreis des
Wissenschaftlichen Beirats der Fachzeitschrift DIE ERNÄHRUNG:

– Ao. Univ.-Prof. i.R. Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Emmerich Berghofer

– Univ.-Prof. Dr. Ing. Henry Jäger

– Univ.-Prof. Dr. med. vet. Karin Schwaiger

– Assoc. Prof. Priv.Doz. Mag. Dr. nat. techn. Dr. h.c. Regine
Schönlechner

Ausführliche Berichte über die Arbeiten und den Festakt werden in
der Fachzeitschrift DIE ERNÄHRUNG sowie auf der Webseite
www.ernaehrung-nutrition.at veröffentlicht.

DER ALIMENTARIUS steht für Zukunftsorientierung

„Junge Forschende entwickeln neue Wege und Lösungen. Auch 2027
zeichnen wir wieder herausragende Arbeiten aus – als Beitrag zu
Innovation und Fortschritt in der Lebensmittel- und
Futtermittelbranche“, so Koßdorff abschließend.

Zwtl.: Wissenschaftspreis DER ALIMENTARIUS für exzellente Forschung

DER ALIMENTARIUS wird von der Fachzeitschrift DIE ERNÄHRUNG seit
2019 jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus den
Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften verliehen. Er ist mit
6.000 EURO dotiert. Dadurch werden junge Akademikerinnen und
Akademiker gefördert und auch die Aufmerksamkeit für
Lebensmittelthemen in der Öffentlichkeit gestärkt. Die Auszeichnung
fand dieses Jahr zum achten Mal statt. Alle eingereichten Arbeiten
wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der Fachzeitschrift DIE
ERNÄHRUNG bewertet. Der Beirat besteht aus namhaften Persönlichkeiten
der Fachbereiche „Wissenschaft“, „Recht“, „Technik“ und „Wirtschaft“.

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