Egon-Schiele-Museum 2026: Rivalität zwischen Schiele und Kokoschka

St. Pölten (OTS) – „Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Rivalen“ lautet
der Titel der
kommenden Ausstellung im Egon-Schiele-Museum in Tulln. Die Schau
zeigt vom 28. März bis 1. November 2026 die einzigartige Rivalität
zwischen zwei außergewöhnlichen Künstlern, ihre Anfänge und Werke,
die den Expressionismus in Österreich begründeten, sowie die
Netzwerke beider. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist der Moment im
Jahr 1918, als beide – inzwischen höchst erfolgreich – den Anspruch
auf die legitime Nachfolge Gustav Klimts erhoben. Doch während
Schiele nur kurze Zeit später mit nur 28 Jahren starb, lebte die
Rivalität in Kokoschka weiter. Der Schatten Schieles begleitete ihn
bis an sein Lebensende und beeinflusste sein Werk über sechs
Jahrzehnten hinweg.

„Oskar Kokoschka und Egon Schiele waren nicht nur Künstler,
sondern auch Netzwerker, die ihren Platz in der Kunstwelt erkämpfen
mussten. Ihre Rivalität eröffnete ein Kapitel der Moderne, das bis
heute eines der spannendsten Duelle der Kunstgeschichte bleibt“,
erklärt Kurator Christian Bauer.

Begleitend erscheint im April 2026 die Publikation „Egon Schiele
und Oskar Kokoschka. Netzwerker und Rivalen“, herausgegeben von
Christian Bauer und Bernadette Reinhold. Die Ausstellung wird in
Zusammenarbeit des Egon-Schiele-Museums Tulln mit dem Kokoschka-
Museum Pöchlarn realisiert.

Das Museum setzt auch 2026 das Thema „Egon Schiele privat“ fort.
In fünf audiovisuellen Stationen erleben die Besucherinnen und
Besucher die Originalstimmen von Schieles Schwestern Melanie und
Gerti sowie seiner Schwägerin Adele Harms. Mit dem VR-Projekt „Egon
Schiele. Eine persönliche Begegnung“ (entwickelt von Gerda Leopold
und Sebastian Endler als Amilux Film) können die Besucherinnen und
Besucher sogar in einen Dialog mit Schiele treten – am Sterbebett des
Jahrhundertkünstlers.

Im Obergeschoss des Museums gibt es im Forschergang Interviews,
die 2022 aufgenommen wurden. In diesen spricht die 2024 verstorbene
Sammlerin Elisabeth Leopold über ihre Begegnungen mit Zeitzeuginnen
und Zeitzeugen wie Adele Harms und Melanie Schiele.

Nähere Informationen bei Amadea Horvath, Öffentlichkeitsarbeit &
Kommunikation, Mobiltelefon +43 664 604 99-911, E-Mail amadea.horvath
@museumgugging.at , www.museumgugging.at