Wien (OTS) – In Österreich sind 600.000 Menschen von Einsamkeit
betroffen. Die
Weltgesundheitsorganisation WHO warnt inzwischen, dass das Thema
„Einsamkeit“ zu einer der größten Herausforderungen der Zukunft
heranwächst. Wie kann es sein, dass wir in einer Zeit, in der wir mit
der ganzen Welt sprechen können, in der wir neue Partner über das
Handy finden können und jeden persönlichen Moment online mit allen
teilen, immer einsamer werden? Steuern wir auf eine Zukunft zu, in
der wir keine echten Verbindungen mehr zulassen können, die innersten
Gedanken nur noch dem Chatbot beichten und uns in die eigenen vier
Wände zurückziehen? In der aktuellen „Dok1“-Ausgabe „Einsam in
Österreich“ geht Lisa Gadenstätter am Mittwoch, dem 14. Jänner 2026,
um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON der Frage nach, warum sich
zwischenmenschliche Verbindungen langsam auflösen und warum das
Phänomen „Einsamkeit“ inzwischen in jeder Generation zu finden ist.
Sie begegnet dabei Menschen, die ungewöhnlich offen über das
Tabuthema Einsamkeit sprechen:
Marlene, eine Influencerin, traut sich kaum noch aus dem Haus,
weil ihre Einsamkeit inzwischen zu einer Angststörung geführt hat.
Trotz Tausender Follower vermisst sie wahre Freundinnen. Wie schwer
der Weg aus der Isolation ist, weiß auch Vladimir, ein Student, den
nach einer Trennung das Gefühl der Einsamkeit ganz plötzlich traf.
Das Leben als Single ist für ihn nur schwer auszuhalten, auch wenn er
kleine Fortschritte macht. Manche begleitet die Einsamkeit ihr Leben
lang, wie Sabine, die allein Trost darin findet, dass sie einen ganz
speziellen Ort für sich gefunden hat, der ihr immer wieder durch die
schweren Zeiten hilft. Aber es gibt auch Menschen, die der Einsamkeit
den Kampf ansagen, wie Hermine, eine Pensionistin, die durch
Altenheime tourt und andere Seniorinnen und Senioren motiviert, ihr
Zuhause zu verlassen, um wieder aktiv am Leben teilzuhaben.
Schnell wird klar: Einsamkeit hat viele Gesichter und so
unterschiedlich die Betroffenen sind, so facettenreich sind auch ihre
Geschichten. Überall sucht Lisa Gadenstätter daher nach den Gründen
der modernen Entfremdung, den Folgen für die Gesellschaft und
Möglichkeiten, wie wir alle am Ende vielleicht doch noch
zusammenfinden können.