Förderempfehlungen für die Freie Szene

Wien (OTS) – Das Kuratorium für Theater, Tanz und Performance und die
Konzeptjury
haben ihre Empfehlungen für die kommenden Förderperioden
ausgesprochen. Es handelt sich hierbei um die beiden zentralen
unabhängigen Expert*innengremien im Bereich Darstellende Kunst, deren
Einschätzungen die Grundlage der Förderungen der Stadt Wien für die
Freie Szene bilden.

Nachdem das Förderprogramm der vierjährigen Konzeptförderung
erstmals seit der Theaterreform evaluiert und im Sinne der
Kulturstrategie neu aufgestellt wurde, ist die Konzeptjury 2025
zusammengetreten. Nach intensiver Auseinandersetzung mit 35
Einreichungen hat sie insgesamt 17 Empfehlungen für die Jahre 2027
bis 2030 ausgesprochen. Dies entspricht einer Förderquote von 49%.
Antragsberechtigt waren sowohl aufstrebende als auch arrivierte Freie
Gruppen, die in den vergangenen fünf Jahren eine Gesamtförderung
erhalten haben. Da die Theaterhäuser inzwischen in das Förderprogramm
für Institutionen übernommen wurden, ist die Antragslage und das
Fördervolumen von EUR 3.320.000 nur bedingt mit den Daten der letzten
Förderperiode vergleichbar.

Neu in die Konzeptförderung aufgenommen werden gemäß Empfehlung
die Gruppen DARUM und Nesterval, die mit ihrer eigenständigen
künstlerischen Sprache und Themenfindung ebenso überzeugen konnten
wie mit internationalen Einladungen, Auszeichnungen und einer
herausragenden Publikumsresonanz. Außerdem neu hinzugekommen ist
erstmals eine Konzeptförderung in der Sparte Zeitgenössischer Zirkus
für den Verein KreativKultur, der das Festival ON THE EDGE
erfolgreich in der europäischen Zirkuslandschaft etablieren konnte.

Zwtl.: Auswahlverfahren

Neben den in der Ausschreibung genannten künstlerischen und
organisatorischen Kriterien berücksichtigte die Jury Aspekte von
Barrierefreiheit, Inklusion und Nachhaltigkeit sowie den
verantwortungsvollen Umgang mit Führungspositionen, Fairness und
Respekt im Sinne des „Code of Ethics“ für Förderwerbende und
Fördernehmende der Stadt Wien.
Erstmals konnte zudem in einem zeitlich und organisatorisch besser
abgestimmten Modell beim Ansuchen um Konzeptförderung eine
automatische Weiterleitung an das Kuratorium für Theater, Tanz und
Performance beantragt werden. Dementsprechend erfolgt gleichzeitig
die Bekanntgabe der Empfehlungen für Gesamtförderungen im Jahr 2027
und mehrjährige Gesamtförderungen in den Jahren 2027-2028.

Zwtl.: Mitglieder der Gremien

Im Frühling 2025 wurden Kathrin Bieligk, Flori Gugger, Lisa
Kerlin, Alex. Riener und Christa Spatt in die Konzeptjury berufen,
die mit ihrer Expertise alle Sparten der darstellenden Kunst
abdecken. Grundlage für ihre Empfehlungen bilden nicht nur die
schriftlich eingelangten Anträge, sondern zudem die Gespräche mit den
Künstler*innen sowie die Sichtung aktueller und vergangener
Produktionen.
Das durchgängig aktive Gremium des Kuratoriums besteht aus Sandra
Umathum, Melika Ramić und Johanna Figl, der zum kommenden
Einreichtermin Martin Thomas Pesl nachfolgt.

Zwtl.: Empfehlungen nach Sparten

– Vorhaben für junges Publikum: makemake produktionen – Verein für
Darstellende Kunst und Projektentwicklung, schallundrauch agency –
Verein zur Förderung und Entwicklung von Tanz, Performance und
Theater für junges Publikum

– Tanz/Choreografie: Im_flieger KünstlerInnen_Initiative, insert Tanz
und Performance GmbH (Doris Uhlich), MAD – Verein zur Förderung von
Mixed-Abled Dance & Performance, Verein Fortuna zur Förderung
nachhaltiger Kunst (Amanda Piña)

– Performance: DARUM. Darstellende Kunst und Musik, God’s
Entertainment GmbH, More Spirit Please GmbH (Florentina Holzinger),
Verein zur Förderung der Bewegungsfreiheit

– Zeitgenössischer Zirkus: KreativKultur (ON THE EDGE Festival)

– Schauspiel-/Sprechtheater: Aktionstheater Wien, Nesterval. Verein
zur Förderung Immersiven Theaters, Theaterverein Toxic Dreams, Wiener
Wortstätten – Verein zur Förderung der Gegenwartsdramatik

– Musiktheater: Musiktheatertage Wien, sirene Operntheater – Verein
für Musik und Theater

Die Spartenschwerpunkte entsprechen den Selbstzuordnungen der
Künstler*innen im Rahmen der Antragstellung.

Weitere Informationen zur Konzeptförderung und zur Ein- und Zwei-
jahres-Förderung sind hier zu finden.