Linz (OTS) – „Die angekündigten Werksschließungen bei Volkswagen sind
weit mehr
als ein unternehmensinternes Problem. Sie sind ein Alarmsignal für
die europäische Industriepolitik insgesamt und auch eine Folge jener
politischen Fehlentscheidungen, mit denen bewährte Technologien wie
der Diesel über Jahre systematisch benachteiligt wurden. Wenn jetzt
einer der größten Automobilkonzerne Europas massiv unter Druck gerät,
müssen endlich die politischen Rahmenbedingungen hinterfragt werden.
Überbordende Bürokratie, hohe Energie- und Personalkosten sowie immer
neue regulatorische Vorgaben bis hin zu Technologieverboten schwächen
die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Vergleich zu den USA und China.
Nicht China ist zu stark, wir haben uns zu schwach gemacht! Laut
aktueller Mitgliederumfrage der Industriellenvereinigung
Oberösterreich 89 Prozent der Industriebetriebe Europa gegenüber
China und 72 Prozent gegenüber den USA als weniger wettbewerbsfähig
einschätzen, sollte der Bundesregierung und Brüssel zu denken geben“,
so der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Landeshauptmann-
Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner. ****
„Für Oberösterreich ist diese Entwicklung besonders relevant,
weil tausende Arbeitsplätze direkt oder indirekt an der heimischen
Automobilzulieferindustrie hängen. Die Antwort darauf kann nicht noch
mehr politische Lenkung, noch mehr Vorschriften oder weitere
Belastungen für Unternehmen sein“, macht Haimbuchner aufmerksam.
„Als Außenstehender stelle ich mir auch die Frage, inwieweit
politische Einmischungen in die VW-Unternehmensführung zu den heute
diskutierten Problemen beigetragen haben. Politische Einflussnahme
auf Unternehmen schadet langfristig meist mehr, als sie nützt. Für
Österreich ist jedenfalls eine konsequente Standortpolitik gefragt,
um es den vielen heimischen VW-Zulieferern – wie auch allen anderen
Unternehmen – so leicht wie möglich zu machen, erfolgreich zu
produzieren und international wettbewerbsfähig zu bleiben: mit
niedrigeren Abgaben, leistbarer Energie und weniger bürokratischen
Hürden. Das heißt vor allem: Schluss mit Österreichs 2040-Klima-
Irrweg, Schluss mit der CO₂-Steuer und dem CO₂-Zertifikatehandel.
Alle vom Staat künstlich erzeugten grünen Belastungen müssen spürbar
zurückgenommen werden. Die Industriellenvereinigung weist zu Recht
darauf hin, dass die Betriebe vor allem unter hohen Personalkosten,
Verwaltungsaufwand, Steuern und Energiekosten leiden, während 83
Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden sind. Wer den
Industriestandort und damit Wohlstand und Arbeitsplätze sichern will,
muss endlich die Ursachen der Standortschwäche bekämpfen und nicht
deren Symptome verwalten“, fordert Dr. Haimbuchner abschließend.