Wien (OTS) – „Inflation ist kein Mysterium, sondern entsteht
nachvollziehbar: Wenn
zu viel Geld auf zu wenige Güter trifft. Der aktuelle
Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs ist real, erklärt aber
nicht, warum Österreichs Inflation im April deutlich höher liegt als
in einigen Nachbarländern. Während die Inflation hierzulande 3,4
Prozent beträgt, liegt sie in Deutschland bei rund 2,9 Prozent, und
Tschechien kommt mit eigener Währung auf lediglich etwa 2,5 Prozent.
Das zeigt klar, dass es nicht nur um externe Faktoren geht, sondern
vor allem um strukturelle Unterschiede in der Preisentwicklung und um
hausgemachte Fehler in der Wirtschaftspolitik“, erklärte heute FPÖ-
Wirtschaftssprecherin NAbg. Barbara Kolm.
„Ein wesentlicher Teil unserer Inflation ist hausgemacht.
Jüngstes Beispiel ist Wien. In der ohnehin hoch verschuldeten
Bundeshauptstadt steigen die Personalkosten nun nochmals um rund
zwölf Prozent. Anstatt die Verwaltung zu digitalisieren und
effizienter zu gestalten, wird der öffentliche Apparat auf Kosten
aller Steuerzahler personell weiter aufgebläht. Die Folgen sind
steigende Gebühren für die Wiener Bevölkerung sowie höhere Abgaben
für alle, die direkt auf die Preise durchschlagen. Gleichzeitig
wirken die explodierenden Sozialtransfers im roten Wien als
zusätzlicher Inflationstreiber, weil sie die Nachfrage erhöhen, ohne
das Angebot auszubauen, und letztlich über neue Staatsschulden und
höhere Abgaben finanziert werden müssen. Ich frage mich daher, wie
SPÖ-Finanzminister Marterbauer das Wiener Schuldenfiasko überhaupt
‚gegenfinanzieren‘ will. Auch auf EU-Ebene verschärft die expansive
Geldpolitik der Europäischen Zentralbank das Problem weiter. Durch
jahrelanges Gelddrucken zur Finanzierung ständig wachsender
Staatsausgaben wird immer mehr Geld in Umlauf gebracht. Dieses
zusätzliche Geld erhöht die Nachfrage nominell, ohne dass das reale
Angebot entsprechend wächst – die Folge ist ein Verlust an Kaufkraft.
Der Bürger bezahlt die Ausgabenpolitik linker Regierungen letztlich
über Inflation und Kaufkraftverlust im eigenen Börserl“, so Kolm.
„Der internationale Vergleich mit Deutschland und Tschechien
zeigt eindeutig, dass es auch anders geht. Während Österreichs
Inflation im April 2026 bei 3,4 Prozent liegt, bleiben beide Länder
deutlich preisstabiler und entlasten damit ihre Bürger. Die ÖVP-
geführte Bundesregierung kann sich daher nicht länger hinter externen
Schocks wie dem Iran-Krieg verstecken. Sie muss endlich im Rahmen
ihrer Möglichkeiten handeln. Steuern runter auf Treibstoffe,
Gegenfinanzierung durch konsequente Ausgabensenkungen! Denn überhöhte
Steuern auf Produktionsfaktoren treiben die Inflation zusätzlich an.
Eine Regierung, die Inflationsbekämpfung ernst nimmt, beginnt zuerst
bei sich selbst zu sparen und schlägt endlich einen
angebotsorientierten wirtschaftspolitischen Kurs ein. All das sind
Hausaufgaben, die die schwarz-rot-pinke Regierung trotz Iran-Kriegs
schon längst hätte erledigen können“, betonte die FPÖ-
Wirtschaftssprecherin.