Wien (OTS) – Deutliche Kritik übte heute FPÖ-Kultursprecher NAbg.
Wendelin Mölzer
an der Vertagung zweier freiheitlicher Anträge im parlamentarischen
Kulturausschuss. Sowohl die freiheitliche Initiative zur Sicherung
des alpinen Kulturerbes als auch der Antrag zur grundlegenden Reform
der österreichischen Filmförderung wurden von den Regierungsparteien
erneut vertagt. „Die Systemparteien zeigen damit einmal mehr, dass
sie zwar gerne von Kultur sprechen, aber nicht bereit sind, konkrete
Maßnahmen für den Schutz heimischer Kultur und eine nachhaltige
Stärkung des österreichischen Kulturstandorts umzusetzen. Gerade die
Freiheitlichen haben mit ihren Anträgen praktikable und dringend
notwendige Vorschläge eingebracht, um einerseits das alpine
Kulturerbe Österreichs zu sichern und andererseits die heimische
Filmwirtschaft unabhängiger, effizienter und zukunftsfit zu machen“,
erklärte Mölzer.
Im Antrag zur Sicherung des alpinen Kulturerbes fordert die FPÖ
unter anderem Maßnahmen zum Erhalt von Gipfelkreuzen, historischen
Schutzhütten, Wanderwegen und Klettersteigen. Diese Einrichtungen
seien Ausdruck österreichischer Tradition, Identität und
jahrhundertealter Bergsteigerkultur. Die schwarz-rot-pinke Regierung
müsse gemeinsam mit Ländern, Gemeinden und alpinen Vereinen endlich
die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit diese kulturellen
Zeugnisse dauerhaft erhalten bleiben. „Unsere alpine Kultur ist kein
folkloristisches Beiwerk, sondern ein wesentlicher Teil der
österreichischen Identität. Während Milliarden Euro an Steuergeld für
ideologische Prestigeprojekte oder internationale Förderprogramme
ausgegeben werden, fehlt offenbar der politische Wille, das eigene
kulturelle Erbe ausreichend zu schützen“, kritisierte Mölzer.
Auch bei der Reform der Filmförderung fehle den
Regierungsparteien der Mut zu echten Veränderungen. Die FPÖ fordert
eine Neuausrichtung der Förderpraxis mit klaren Obergrenzen für
öffentliche Förderungen, mehr Transparenz und einer stärkeren
Eigenständigkeit der Filmbranche. Künftig soll pro Filmprojekt nur
mehr eine Kombination von maximal zwei öffentlichen Förderprogrammen
möglich sein, wobei die Gesamtförderquote grundsätzlich 50 Prozent
der Herstellungskosten nicht überschreiten soll. „Es kann nicht sein,
dass sich Teile der Filmbranche dauerhaft an staatliche Fördertöpfe
gewöhnen, während Transparenz, Effizienz und Kontrolle auf der
Strecke bleiben. Unser Ziel ist eine starke österreichische
Filmwirtschaft, die auf Qualität und Eigenverantwortung setzt, statt
auf immer neue Abhängigkeiten vom Staat“, betonte Mölzer.
Darüber hinaus forderte der freiheitliche Kultursprecher eine
umfassende Evaluierung der bisherigen Filmförderpraxis, um die
Zielgenauigkeit und Rechtskonformität der Mittelvergabe
sicherzustellen. Öffentliche Gelder müssten verantwortungsvoll
eingesetzt werden, anstatt in intransparenten Strukturen zu
versickern. „Die neuerliche Vertagung zeigt deutlich, dass ÖVP, SPÖ
und NEOS an ihren bestehenden Förder- und Abhängigkeitssystemen
festhalten wollen. Notwendige Reformen werden blockiert, während die
Probleme im Kulturbereich weiter anwachsen. Die FPÖ wird sich jedoch
weiterhin konsequent für den Schutz heimischer Kultur, mehr
Transparenz und eine echte Stärkung des österreichischen
Kulturstandorts einsetzen“, stellte Mölzer klar.