FPÖ – Mölzer verlangt lückenlose Aufklärung über mutmaßlich manipuliertes Babler-Video

Wien (OTS) – Mit deutlicher Kritik reagierte heute der freiheitliche
Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer auf aktuelle Berichte rund um
ein auf Instagram veröffentlichtes Video von SPÖ-Medienminister
Babler. Laut Recherchen des Mediums „Fass ohne Boden“ steht der
Verdacht im Raum, dass bei dem öffentlich verbreiteten Beitrag
technische Hilfsmittel beziehungsweise künstliche Intelligenz
eingesetzt worden sein könnten, um die Englischkenntnisse des
Ministers deutlich besser erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich
seien. „Wenn ausgerechnet jener Minister, der ständig über
Transparenz, Regulierung und den Kampf gegen Deepfakes spricht,
selbst unter Verdacht steht, digitale Inszenierung für die eigene
Selbstdarstellung zu betreiben, dann ist das ein Skandal“, stellte
Mölzer fest und weiter: „Die Bürger erwarten sich Ehrlichkeit und
Authentizität von einem Regierungsmitglied und keine künstlich
erzeugten Auftritte sowie keine Täuschung durch moderne Technik.“

Besonders brisant ist, dass völlig offen sei, ob bei dem
veröffentlichten Material Werkzeuge wie Sprachbearbeitung,
automatische Nachvertonung, Lippensynchronisation oder andere KI-
gestützte Verfahren verwendet wurden. „Gerade in Zeiten, in denen
Deepfakes und manipulierte Inhalte weltweit zunehmen, müsste ein
Medienminister mit gutem Beispiel vorangehen. Stattdessen steht nun
der Verdacht im Raum, selbst auf solche Methoden zurückzugreifen“,
kritisierte Mölzer.

Ebenso ungeklärt sei, wer das betreffende Video tatsächlich
produziert habe, welche Agenturen, Berater, Kommunikationsfirmen oder
externen Dienstleister daran beteiligt gewesen seien und ob dafür
Steuergeld verwendet wurde. „Die Menschen haben ein Recht zu
erfahren, ob öffentliche Gelder für persönliche Imagepflege oder
künstlich aufpolierte Darstellungen eingesetzt wurden“, betonte
Mölzer.

Sollte die Öffentlichkeit bewusst über die Echtheit des Materials
im Unklaren gelassen worden sein, wäre dies nach Ansicht des FPÖ-
Abgeordneten ein massiver Vertrauensbruch. „Politik darf nicht auf
Tricks, Kulissen und digitaler Schönfärberei aufgebaut werden. Wer
Verantwortung trägt, muss mit offenen Karten spielen. Sollte sich der
Verdacht bestätigen, wäre das ein weiterer schwerer Vertrauensverlust
für diese schwarz-rot-pinke Regierung“, so Mölzer.

Mölzer kündigte daher eine umfassende parlamentarische Anfrage an
Babler an. Darin sollen sämtliche offenen Fragen zur Entstehung des
Videos, zu einer möglichen technischen Bearbeitung, zur Finanzierung,
zu beteiligten Akteuren sowie zu internen Richtlinien restlos
aufgeklärt werden. „Die Bevölkerung hat ein Recht auf Wahrheit statt
politischer Täuschung. Wer ein Regierungsamt bekleidet, muss höchste
Maßstäbe bei Glaubwürdigkeit, Transparenz und Authentizität
erfüllen“, sagte Mölzer.