Sankt Pölten (OTS) – Mit betonter Gelassenheit reagierte heute der
Landesparteisekretär
der FPÖ Niederösterreich, Alexander Murlasits, auf die Aussendungen
der ÖVP zur Gemeinderats-Neuwahl in Neunkirchen vom vergangenen
Sonntag. Anstatt sich an den Wortgefechten der Volkspartei zu
beteiligen, verwies Murlasits auf die nackten Zahlen: Die ÖVP habe in
Neunkirchen selbst 3,56 Prozentpunkte verloren und ihren ersten Platz
nur mit Glück und mickrigen neun Stimmen Vorsprung vor der SPÖ
gerettet – bei den Mandaten herrschenun Gleichstand zwischen Schwarz
und Rot. Der Wähler habe die vor der Wahl herrschende ÖVP-
Regierungskoalition sogar auf 40 % gedrückt.
„Statt Demut vor dem Wähler zu zeigen, verfällt die Volkspartei
einmal mehr in Arroganz und Selbstüberschätzung. Dabei müsste gerade
die ÖVP mittlerweile verstanden haben: Hochmut kommt vor dem Fall und
der dürfte bei der ÖVP mittlerweile Dauerzustand sein. Auch das
Ergebnis in Neunkirchen kommt bei trockener Betrachtung einer
absoluten Destabilisierung der ÖVP gleich, die so stark verloren hat,
dass sie mit der SPÖ bei den Mandaten gleichauf liegt. Diesen Umstand
dürfte Zauner seinem Generalsekretär Marchetti verschwiegen haben,
der sich somit komplett zur Lachnummer macht. Man kann hier von
keinem Bürgermeisterbonus, sondern von einem ÖVP-Malus sprechen.“
„Wer so laut jubelt und gleichzeitig so aggressiv um sich
schlägt, hat in Wahrheit etwas zu verbergen – nämlich die eigene
Wahlschlappe, die sich wie ein schwarzer Faden seit Jahren durch die
gesamte ÖVP zieht“, so Murlasits. „Die ÖVP hat es geschafft, sich und
die eigene Partei auch in Neunkirchen selbst zu destabilisieren. Ein
erster Platz mit neun Stimmen Unterschied und einem dicken Minus ist
kein Triumph, sondern ein Alarmsignal und dass die SPÖ den Schwarzen
bei den Mandaten nun gleichauf im Nacken sitzt, spricht für sich.
Dass die ÖVP das aber nicht erkennt, Zauner es Marchetti nicht sagt
oder die ÖVP versucht, das durch Aussendungen zuzudecken, spricht
Bände.“
Den scharfen Ton der ÖVP wertet Murlasits als Zeichen blanker
Nervosität: „Wenn VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner einen
‚Dolm des Jahres‘ kürt und förmlich vor Wut schäumt und sein Kollege
aus Wien ebenfalls mit Schaum vor dem Mund ausrückt, zeigt das nur,
wie dünn das Nervenkostüm in der Volkspartei mittlerweile geworden
ist. Auf dieses durchschaubare Ablenkungsmanöver lassen wir uns gar
nicht erst ein.“
Danke den Wählern – die FPÖ ist nach 2 Mandaten wieder mit 7
Mandaten im Gemeinderat vertreten. Die FPÖ habe in Neunkirchen – wie
bereits 2025 und damit trotz der vorausgegangenen Abspaltung – klar
den dritten Platz behauptet.
„Gemeinderatswahlen sind grundsätzlich nicht unsere Stärke. Wir
haben uns aber stabilisiert und uns nach dem Rauswurf der durch die
ÖVP ‚inhaltlich und moralisch abgeworbenen Mandatare‘ von zwei
verbleibenden FPÖ-Gemeinderäten wieder auf sieben FPÖ-Mandate
gesteigert. Währenddessen wurden die ÖVP und ihre Anhängsel in der
Regierung vom Wähler auf 40 % gedrückt und müssen nun ihren eigenen
Scherbenhaufen zusammenkehren. Die Mehrheit ist nun zu Recht weg.
Helmut Fiedler hat praktisch aus dem Nichts eine neue Stadtpartei
aufgebaut – und darauf bauen wir jetzt auf. Wir kämpfen nicht um
Posten, sondern für die Menschen in Neunkirchen. Danke an alle
Wähler, die uns gestern unterstützt haben. Was wir versprechen,
werden wir weiterhin halten“, stellte Murlasits klar.